Gemeindewahlen

CSV in Esch auf Partnersuche

In Esch wurde die politische Landschaft neu gemischt.
In Esch wurde die politische Landschaft neu gemischt.
Foto: Nicolas Anen

(L.E./na) - Dass Esch/Alzette einen CSV-Bürgermeister bekommt, ist längst nicht entschieden. Die CSV hat wohl beschlossen sich am Mittwoch mit „Déi Gréng“ und am Donnerstag mit der DP zu treffen (und anschließend auch mit der LSAP).

Aber laut dem grünen Schöffen Martin Kox hat mittlerweile auch Bürgermeisterin Vera Spautz nach einem Treffen mit „Déi Gréng“ gefragt. Dabei hatte die noch am Tag zuvor nach einer Versammlung der Escher LSAP erklärt, dass entschieden wurde „nichts zu entscheiden“. Dies, weil das Initiativrecht bei der CSV liege.

Rechnerisch wäre eine Zweierkoalition zwischen CSV und LSAP möglich. Bei jeder anderen Koalition, wären drei Partner vonnöten.

Mischo: Erst mit den Wahlgewinnern

Was die CSV angeht, so will die sich zuerst „mit den Wahlgewinnern“ (also „Déi Gréng“ und DP) treffen, so CSV-Spitzenkandidat Georges Mischo. Darauf angesprochen, dass die LSAP offenbar auch Gespräche mit „Déi Gréng“ – und folgerichtig dann wahrscheinlich später auch mit „Déi Lénk“ – führen will, meint er: „Dann gibt es entweder eine Koalition von drei Wahlgewinnern oder von einem Wahlgewinner mit zwei Verlierern.“

Mischo bemüht den oft zitierten Wählerwillen und betont, dass die CSV das Fell des Bären nicht verkaufen möchte ehe der Bär erlegt ist, aber: „Ich bin bereit Bürgermeister zu werden.“

Baum: rot-grün-rote Koalition auch legitim

Marc Baum von „Déi Lénk“ gibt indes zu verstehen, dass seine Partei noch nicht von der LSAP für Sondierungsgespräche kontaktiert worden ist. Er stellt auch klar, dass „Déi Lénk“ für solche Gespräche offen seien, sowohl von Seiten der LSAP als auch von Seiten der CSV.

Was eine mögliche rot-grün-rote Koalition angeht, so hätte die mehr als 50 Prozent der Stimmen und würde somit laut Marc Baum sehr wohl den Wählerwillen ebenso respektieren wie jede andere Mehrheitsmöglichkeit.