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Gemeinderat Luxemburg: Weiterer Schritt in Richtung neues Fußballstadion
Auf dieses Areal in Kockelscheuer kommt das neue Fußballstadion hin. Die Bagger rollen 2017 an. Ende 2018, Anfang 2019 soll das Bauwerk fertiggestellt sein.

Gemeinderat Luxemburg: Weiterer Schritt in Richtung neues Fußballstadion

Foto: Luxemburger Wort
Auf dieses Areal in Kockelscheuer kommt das neue Fußballstadion hin. Die Bagger rollen 2017 an. Ende 2018, Anfang 2019 soll das Bauwerk fertiggestellt sein.
Lokales 3 Min. 13.07.2015

Gemeinderat Luxemburg: Weiterer Schritt in Richtung neues Fußballstadion

Mit einer Marathonsitzung wird sich der Gemeinderat Luxemburg am Montag in die Sommerpause verabschieden. Es geht vor allem um größere, städtebauliche Projekte – darunter das neue Fußballstadion.

(DL) - Mit einer Marathonsitzung wird sich der Gemeinderat Luxemburg am Montag in die Sommerpause verabschieden. Auf der Tagesordnung stehen nicht weniger als elf Punkte. Dabei geht es vor allem um größere, städtebauliche Projekte – darunter das neue Fußballstadion.

So sollen die Mitglieder des Gemeinderats nämlich mit einem Ja zu einer Abänderung im allgemeinen Bebauungsplan (PAG) die Voraussetzung für den Bau des neuen Fußballstadions schaffen. Dieses soll bekanntlich in Kockelscheuer, genau genommen auf südlicher Seite der Autobahn A6 und in Höhe des Kreisverkehrs, der die Route d'Esch (N4) mit der Route de Bettembourg (CR186) verbindet, entstehen. 

Fußball- und Rugbystadion

Das Areal erstreckt sich über eine Fläche von 21,4 Hektar und ist aktuell größtenteils als „zone rurale“ klassiert, teilweise aber auch als „zone de loisirs“, „corridor vert“ und „zone verte“.

Erbaut werden soll auf dem Gelände ein neues, nationales Fußball- und Rugbystadion mit 9 000 überdachten Zuschauerplätzen, gleich daneben wird ein P&R-Parkplatz mit 2 000 Stellplätzen, Busbahnhof und Tramhaltestelle errichtet. Bürogebäude mit Garagen und Lagerräumen, in welche der „Service des sports“ der Stadt Luxemburg einziehen wird, komplettieren das Bauvorhaben.

Häuserblock neben "Aldringen" wird ebenfalls abgerissen

Apropos Bauvorhaben: Kaum wurde mit dem Abriss des ehemaligen Busbahnhofs und des Centre Hamilius am „Aldringen“ begonnen, soll auch der komplette Häuserblock gleich daneben – zwischen Boulevard Royal, Rue Notre-Dame, Rue Aldringen und Avenue Monterey – weichen. Hier ist momentan u. a. die Bank BGL-BNP Paribas untergebracht.

Der Block soll Platz machen für einen Neubau. Bauherren sind die „Société Immobilière de Monterey S.A.“ und „Technoconsult Immobilière S.A.“. Der Komplex soll in erster Linie für Bürozwecke genutzt werden, es könnte jedoch auch Wohnraum entstehen.

Neues Recyclingcenter in Merl

Abgestimmt wird am Montag ferner über eine Abänderung des Flächennutzungsplans betreffend ein 4,91 Hektar großes Gelände im Nordwesten von Merl. Hier soll ein neues Recylingcenter mit Räumlichkeiten für den „Service hygiène“ und den „Service cimetières“ der Stadt Luxemburg entstehen.

Aufgrund der Nähe zur Gemeinde Strassen wird das Zentrum späterhin den Bürgern beider Kommunen zur Verfügung stehen.

Weg frei für "Parc des Aubépines"?

Zur Debatte stehen am Montag außerdem Änderungen im PAG und der PAP (Teilbebauungsplan) betreffend das Projekt „Parc des Aubépines“ in Belair. Hier soll eine komplette Wohnsiedlung mit 49 Einfamilien- und 33 Mehrfamilienhäusern entstehen.

Wohnungen und Büros sollen auch auf einem Areal zwischen Route d'Arlon, Val Ste-Croix und Rue Nicolas Simmer erbaut werden – auch in diesem Fall wird in der Sitzung über den Teilbebauungsplan abgestimmt.

„Ensembles sensibles“ und Denkmalschutz

Im Übrigen geht es am Montag um den Schutz von erhaltenswerten Gebäuden. So steht die Ausweitung der „ensembles sensibles“ auf dem Gebiet der Hauptstadt zur Debatte. Als solche werden Häuserreihen klassiert, die eine harmonische Einheit bilden und erhalten bleiben sollen.

Momenten sind 1 655 Gebäude als „ensembles sensibles“ klassiert. 2 975 weitere sollen hinzukommen.

Auf Vorschlag des Kulturministeriums soll zudem das Haus auf Nummer 121, Avenue du Dix Septembre in Merl, das aus den 1920er-Jahren stammt, unter Denkmalschutz gestellt werden.


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