Gemeinderat Luxemburg: 1150 Wohneinheiten in Belair geplant
(DL) - In ihrer Sitzung am Montag stimmten die Stadträte von Luxemburg einstimmig für eine Abänderung des allgemeinen Bebauungsplans (PAG) zur Realisierung des Bauvorhabens „Parc des Aubépines“ sowie für Änderungen im PAG und den PAP (Teilbebauungsplan) betreffend das Projekt „Arquebusiers“.
Als „Parc des Aubépines“ wird das Gelände zwischen der Rue de l'Ouest, der Rue des Aubépines, dem Val Ste-Croix und der Grenze zur Gemeinde Strassen bezeichnet:
Hier sollen 400 Wohneinheiten, davon 50 Einfamilien- und 350 Mehrfamilienhäuser, entstehen. Mit der Abänderung des PAG wurde die Voraussetzung für dieses Vorhaben geschaffen.
Das neue Viertel „Arquebusiers“ wird zwischen der Route d'Arlon, der Rue des Aubépines, dem Val Ste-Croix und der Rue des Arquebusiers/ Rue Aloyse Kayser entstehen (auf der Karte das größere, graue Rechteck rechts vom roten Punkt). Hier sollen um die 750 Wohneinheiten – davon etwa 50 Einfamilienhäuser – geschaffen werden.
"Autofreies Wohnen" in Limpertsberg
Bewegung scheint auch ins Dossier „Autofreies Wohnen“ in Limpertsberg zu kommen. So gaben die Räte grünes Licht zur notwendigen PAG-Abänderung sowie zum Teilbebauungsprojekt „Vivre sans voiture“. Das ursprüngliche Bauvorhaben wurde inzwischen leicht abgeändert, sodass statt 56 nur noch 48 Wohneinheiten entstehen. Das Haus Bourg-Gemen, für welches sich die „Lampertsbierger Geschichtsfrënn“ stark gemacht hatten, wird nicht abgerissen, sondern in das Projekt integriert. Hier soll eine Kindertagesstätte untergebracht werden.
Das autofreie Wohnviertel entsteht zwischen der Avenue Pasteur, der Rue Ermesinde, der Avenue de la Faïencerie und der Rue Henri VII. Parkplätze sind keine vorgesehen, sondern lediglich Stellplätze für Fahrräder. Die zukünftigen Bewohner dieses ökologischen Viertels sollen denn auch kein Anrecht auf eine Parkvignette erhalten. Das Architektenbüro Tatiana Fabeck hatte 2011 den Zuschlag für das Projekt erhalten. Als Promotor fungiert die Firma „Tracol Immobilier“, an welche die Stadt die Grundstücke für 75 Jahre vermietet.