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Gemeinden in den sozialen Netzwerken: Wenn Kommunen "posten"
Lokales 3 Min. 01.06.2015

Gemeinden in den sozialen Netzwerken: Wenn Kommunen "posten"

Eine Seite auf Facebook, ermöglicht den Gemeinden, schnell und einfach mit den Bürgern in Kontakt zu treten.

Gemeinden in den sozialen Netzwerken: Wenn Kommunen "posten"

Eine Seite auf Facebook, ermöglicht den Gemeinden, schnell und einfach mit den Bürgern in Kontakt zu treten.
Foto: AFP
Lokales 3 Min. 01.06.2015

Gemeinden in den sozialen Netzwerken: Wenn Kommunen "posten"

Das Großherzogtum besteht aus 105 Gemeinden – noch sind bei weitem nicht alle auf dem sozialen Netzwerk Facebook aktiv. Doch was bringt die Präsenz in den neuen Medien den Kommunen? Wer ist für die Aktualisation der Profile zuständig? Was wird „gepostet“?

(dhay) - Seit kurzem verteilen Mitarbeiter der Stadt Luxemburg Faltblätter mit den neuen Busfahrplänen, die heute in Kraft treten. Doch nicht nur auf Papier und in der Stadt selbst machen die Verantwortlichen auf die Änderungen aufmerksam. Auch in den sozialen Netzwerken sind sie sehr aktiv. Wie sieht dies in den anderen Kommunen aus?

Das Großherzogtum besteht aus 105 Gemeinden. Immer mehr sind auf dem sozialen Netzwerk Facebook aktiv - von Bettemburg über Kiischpelt bis hin zu Reckingen/Mess. Doch was bringt die Präsenz in den neuen Medien den Kommunen? Wer ist für die Aktualisation der Profile zuständig? Was wird „gepostet“?

In Düdelingen kümmern sich die drei Angestellten der Abteilung für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit um die Facebook-Seite der Stadt und beantworten auch Nachrichten, die sie erhalten. Neben Facebook ist Düdelingen auch auf Twitter, Instagram und Youtube vertreten, doch die Priorität gilt dem ersten Medium. Erst seit etwa zwei Monaten auf diesem 
sozialen Netzwerk präsent, zählt die „Ville de Dudelange“ – Seite schon fast 900 „Likes“.

Bei der Stadt Luxemburg verhält es sich nicht viel anders. Ein Beamter aus dem P&R-Bereich und ein Freelancemitarbeiter sorgen dafür, dass der Inhalt immer auf dem neuesten Stand bleibt. Auch hier gibt man unter allen sozialen Netzwerken Facebook den Vorrang. Es stellt im Rahmen der allgemeinen Kommunikationsstrategie einen von mehreren Mitteilungskanälen dar, dies neben Kommunikationskampagnen, der Presse und der regulären Internetseite. Bereits seit 2009 auf Facebook vertreten, hat die „Ville de Luxembourg“ mehr als 51 300 Fans – und landet damit in den „Top 20“ der Facebook-Seiten aus Luxemburg.

Modern und schnell

Unter anderem die Anzahl der Fans und Likes ist einer von vielen Beweisen, dass die modernen Medien es den Gemeindeverantwortlichen erleichtern, die Einwohner der jeweiligen Stadt, die Menschen, die auf dem Gebiet der Gemeinde arbeiten sowie Besucher und Touristen über die Stadtgrenzen hinaus zu erreichen – und vor allem immer schneller.

Nähe zum Bürger

Von Vorteil ist zudem, dass in den sozialen Netzwerken eine weniger förmliche Sprache zum Einsatz kommt, was eine größere Interaktivität mit den Menschen zulässt. Auch die Möglichkeit, Inhalte zeitnah und gleichzeitig in mehreren Sprachen, meistens Luxemburgisch, Französisch und Englisch, zu publizieren, ist ein Ass im Ärmel.

Das Ziel der Gemeinden ist, mit Hilfe sozialer Netzwerke an ein breiteres Publikum zu gelangen, verstärkt auch an jugendliche Einwohner, die sich bekanntlich in großer Anzahl im Internet tummeln. Von den vielen Tausend Anhängern der Hauptstadt sind 50 Prozent im Alter zwischen 25 und 44 Jahren und etwa 59 Prozent Frauen.

Stadtleben online

Wie die meisten Gemeinden veröffentlicht auch Düdelingen vor allem alles rund um Veranstaltungen, Feste und Manifestationen, die auf dem Gebiet der Stadt stattfinden. Dippach hat seine Facebook-Seite schlichtweg „Kultur Gemeng Dippech“ genannt und veröffentlicht hier nur Daten von Konzerten und anderen kulturellen Aufführungen.

Nebst diesen Informationen zum Unterhaltungsangebot „posten“ die meisten Kommunen aber auch die vom Gemeinderat gefällten Entscheidungen, die das Angebot und die Dienste, kurz: das Leben in der Stadt – betreffen. Sie machen Bürger auf kurzfristige oder vorübergehende Änderungen aufmerksam. Vor Pfingsten wies Schengen seine Bürger zum Beispiel darauf hin, dass die Müllabfuhr aufgrund des Feiertages einen Tag früher kam als üblich.

Mehrere Gemeinden veröffentlichen denn auch neue Projekte und ermutigen die Bevölkerung, an Debatten teilzunehmen, wie an Konferenzen zum Flächennutzungsplan.

Image und Werbung

Natürlich kommt die Anwesenheit auf Facebook auch dem Image der Gemeinden zugute. Das soziale Netzwerk ermöglicht ihnen, sich als lebendige, moderne und dynamische Stadt zu zeigen und sich einem nationalen, aber auch internationalen Publikum zu präsentieren.


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