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Gefahr in der Dämmerung
Bei Wildwechsel sollte man auf riskante Ausweichmanöver verzichten.

Gefahr in der Dämmerung

Teddy Jaans
Bei Wildwechsel sollte man auf riskante Ausweichmanöver verzichten.
Lokales 14.01.2019

Gefahr in der Dämmerung

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Durch Wildwechsel kommt es rund 1200 Mal pro Jahr zu Kollisionen zwsichen Fahrzeugen und Tieren. Besten Schutz bietet eine vorsichtige Fahrweise.

Viel Glück hatte ein Autofahrer, der am frühen Sonntagmorgen auf der A 1 zwischen den Ausfahrten Potaschberg und Mertert von Tieren überrascht wurde, die auf einmal die Fahrbahn kreuzten. Wegen eines schnellen Ausweichmanövers geriet der Wagen ins Schleudern, berührte einen Erdwall und überschlug sich. Der Fahrer wurde nur leicht verletzt.

Keine hektischen Manöver

Rund 1 200 solcher unliebsamer Begegnungen werden jedes Jahr in Luxemburg erfasst. Verkehrsexperten raten im Notfall, zuerst die Hupe einzusetzen. Die Lichthupe hingegen könnte das Tier derart erschrecken, dass es wie gelähmt auf der Farbahn bleibt. Ungefährlicher als abruptes Ausweichen ist das Abbremsen, bei dem weiter auf das Tier zugehalten wird. Die Unglücksstelle sollte dann per Notblinker, Warnweste und Warndreieck abgesichert werden. Ist das Tier tot, sollte man es einsammeln und beim nächsten Forstamt abgeben. Vorsicht allerdings vor verletzten Wildtieren, diese können auch für den Menschen noch zur Gefahr werden.

Zaun ist keine Garantie

Was die Absicherung der Autobahnen vor Wildwechsel betrifft, so stellt die Straßenbauverwaltung auf Nachfrage klar, dass sie nicht per Gesetz dazu verpflichtet ist, eine solche zu errichten. Bei den meisten älteren Autobahnen besteht auch kein solcher Sicherheitszaun. Bei neu angelegten Autobahnen werden sie allerdings bereits in die Planung mit einbezogen. Aber auch die Zäune, die von Wildschweinen untergraben werden können, bieten keinen 100-prozentigen Schutz vor Kollisionen.


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