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Gefängniswärter fordern Strafverfolgung nach Morddrohungen
Lokales 19.04.2018

Gefängniswärter fordern Strafverfolgung nach Morddrohungen

Gefängniswärter fordern Strafverfolgung nach Morddrohungen

Foto: Guy Wolff
Lokales 19.04.2018

Gefängniswärter fordern Strafverfolgung nach Morddrohungen

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Die Gewerkschaft der Gefängnisaufseher fordert einen besseren Schutz und eine bessere Ausrüstung für Vollzugsbeamte. Zudem werden auch strafrechtliche Ermittlungen gegen jene Personen gefordert, die offen zur Gewalt gegen Gefängniswärter aufgerufen haben.

Die Gewerkschaft der Gefängnismitarbeiter fordert einen besseren Schutz und eine bessere Ausrüstung für Vollzugsbeamte. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die die Association des Agents Pénitentiaires (AAP) am Donnerstag in der Folge der LW-Berichterstattung über Drohungen und einen offenen Gewaltaufruf gegen Vollzugbeamte veröffentlicht hat.

Diese hasserfüllten Botschaften in sozialen Netzwerken seien nicht zu tolerieren und müssten strafrechtliche Ermittlungen zur Folge haben.


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Die Zahl der Gefängnisaufseher, die Opfer von Gewalt würden, nehme ununterbrochen zu. Die Maßnahmen zum Schutz der Beamten, die vom Staatsbeamtenstatut vorgesehen seien, müssten garantiert sein und die Prozeduren möglichst kurzfristig abgewickelt werden, heißt es im Schreiben der AAP.

Darüber hinaus fordert die AAP auch, dass die zuständigen Behörden die erforderliche Ausrüstung zur Verfügung stellen, um bei Einsätzen im Krisenfall den Schutz der Vollzugsbeamten und auch der Insassen gewährleisten zu können. Das derzeitige Einsatzmaterial sei nicht mehr an die alltäglichen Bedürfnisse angepasst. Die für den Strafvollzug verantwortliche Magistratin sei sich der Notlage der Vollzugsbeamten nicht bewusst, betont die Gewerkschaft.

Ein Privatleben, das vor Drohungen durch Insassen geschützt werde, sei grundlegend und unerlässlich für physische und psychische Gesundheit der Gefängnismitarbeiter, heisst es abschließend.


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