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Gartenhaus-Affäre: Traversini könnte am Freitag Rücktritt erklären
Lokales 2 Min. 19.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Gartenhaus-Affäre: Traversini könnte am Freitag Rücktritt erklären

Roberto Traversini könnte am Freitag seinen Rücktritt erklären.

Gartenhaus-Affäre: Traversini könnte am Freitag Rücktritt erklären

Roberto Traversini könnte am Freitag seinen Rücktritt erklären.
Foto: Lex Kleren
Lokales 2 Min. 19.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Gartenhaus-Affäre: Traversini könnte am Freitag Rücktritt erklären

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Laut Informationen des Radiosenders 100,7 könnte Roberto Traversini (déi Gréng) am Freitag seinen Rücktritt vom Differdinger Bürgermeisteramt verkünden.

Am Mittwoch hatte Roberto Traversini erklärt, dass er in Zukunft kürzertreten werde. Dafür werde er auf verschiedene Ämter verzichten. Informationen dazu dürfte es am Freitag (11 Uhr) geben. Dann hat Traversini zu einem neuen Pressetermin eingeladen. 

Wie der Radiosender 100,7 am Donnerstagabend mitteilte, könnte der Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini am Freitag seinen Rücktritt erklären. Das bestätigten laut 100,7 "gut platzierte Quellen". 

Differdinger CIGL zieht noch keine Konsequenzen

Die Beschäftigungsinitiative CIGL verzichtet zum aktuellen Zeitpunkt darauf, den Rücktritt von ihrem Verwaltungsratspräsidenten, Roberto Traversini, nach dessen Eingeständnis zu fordern. 

Der Verwaltungsrat der Differdinger Beschäftigungsinitiative CIGL will sich etwas Zeit lassen, ehe er eine Entscheidung zu seinem Präsidenten, dem Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini, treffen wird. Dies hat das CIGL-Leitgremium am Mittwochabend so festgehalten. 

Bei dieser Versammlung beschäftigten sich die Verwaltungsratsmitglieder mit den Vorwürfen der Oppositionsparteien DP, Déi Lénk und LSAP am Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini. 


Pressekonferenz Sportstadt Differdingen, Foto Lex Kleren
Rücktritt von Roberto Traversini gefordert
Déi Lénk und DP Differdingen fordern den Rücktritt von Roberto Traversini als Bürgermeister. Auch die LSAP übt Kritik.

Die Vorwürfe

Laut ihnen habe Traversini CIGL-Mitarbeiter dazu angestellt, Arbeiten in und rund um sein geerbtes Haus in Niederkorn durchzuführen. 

Dazu gab es folgende Erklärungen vom CIGL-Verwaltungsrat. Am 14. Januar haben CIGL-Mitarbeiter vom Service Okkasiounsbuttek 14 Möbel in besagtem Haus abgeholt. Sie waren dem CIGL gestiftet worden. 

Eine Ausbildung beim Haus von Traversini

Vom 19. bis zum 28. Juni haben dann CIGL-Mitarbeiter eine interne Ausbildung zum Thema Holzfassade beim Haus von Traversini absolviert. 

Der CIGL-Verwaltungsrat präzisiert, dass diese Ausbildung auf Nachfrage vom technischen Leiter des CIGL stattgefunden hat. Das Material dafür stammte von alten CIGL-Baustellen und werde so bald wie möglich wieder entfernt. 

Das weiße Geländer

Der CIGL-Verwaltungsrat bestätigte aber auch, dass er von Roberto Traversini davon in Kenntnis gesetzt wurde, dass am 19. Juli drei CIGL-Mitarbeiter während vier Stunden an einem Geländer am Haus gearbeitet haben. 

Diese Arbeiten waren von Roberto Traversini bestellt worden und der Verwaltungsrat war nicht davon in Kenntnis gesetzt worden. 

Diese drei Erkenntnisse stimmen überein mit den Erklärungen, die Roberto Traversini selber am Mittwoch während der Gemeinderatssitzung gegeben hatte. 

Der Differdinger CIGL betreibt ein „Okkasiounsbuttik“ in Belval.
Der Differdinger CIGL betreibt ein „Okkasiounsbuttik“ in Belval.
Foto: Claude Piscitelli

„Entspricht nicht dem sozialen Ziel des CIGL“ 


Lokales,  Conference de Presse Roberto Traversini, batisse du 15 A route de Petange,  Chris Karaba/Luxemburger Wort
Traversini gesteht Fehler ein - DP mit neuen Vorwürfen
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Zu den Arbeiten am Geländer teilt der Verwaltungsrat noch mit, dass ein solches Vorgehen „nicht dem sozialen Ziel des CIGL“ entspricht und dass die Arbeiten Traversini verrechnet werden. 

Weiter hat der Verwaltungsrat beschlossen, „in den kommenden Wochen“ seine internen Leitlinien zu überprüfen und dementsprechend „die notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen. 

Darauf angesprochen wollte CIGL-Kassenwart Jean-Paul Reuter sich nicht festlegen. Auf Nachfrage bestätigte er aber, dass alle möglichen Konsequenzen infrage kommen. 

Rücktritt wurde nicht gefordert

In der Sitzung des Verwaltungsrates habe aber niemand Traversinis sofortigen Rücktritt gefordert, sagte er noch. „Ohne Traversini gebe es den CIGL wohl nicht“, gab Reuter zu bedenken. Man dürfe Traversinis Verdienste in dem Bereich nicht vergessen. 

Demnach sieht es so aus, als würde Roberto Traversini einstweilen noch Präsident des CIGL-Verwaltungsrates bleiben. Es sei denn, er würde selber entscheiden, von diesem Posten zurückzutreten. 


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