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Gambia in der Glaskugel

Gambia in der Glaskugel

Lokales 23.10.2013

Gambia in der Glaskugel

Gewiss ist es noch ein weiter Weg bis zur Unterzeichnung einer Gambia-Koalition. Mindestens genauso spannend wie die Verständigung auf einen gemeinsamen programmatischen Nenner dürfte sich die Ressortverteilung – und damit die Personalfrage – gestalten. Ein Blick in die Glaskugel...

(ipo) - Gewiss ist es noch ein weiter Weg bis zur Unterzeichnung einer Gambia-Koalition. Mindestens genauso spannend wie die Verständigung auf einen gemeinsamen programmatischen Nenner dürfte sich die Ressortverteilung – und damit die Personalfrage – gestalten. Ein Blick in die Glaskugel...

Geht man von der jetzigen Regierungsstärke aus, 15 Minister, und geht man davon aus, dass die LSAP die Regierung straffen möchte, kann die Gambia-Regierung aus 13 Ministern bestehen. Von der Sitzstärke im Parlament ausgehend (13 Mandate für DP und LSAP, sechs Mandate für Déi Gréng) können Liberale und Sozialisten je fünf Minister stellen, die Grünen deren drei.

DP-Minister:

  • Xavier Bettel (Staatsministerium, Kultusministerium, Tresor),
  • Claude Meisch (Budget, Finanzen),
  • Corinne Cahen (Mittelstand, Familie, Chancengleichheit),
  • André Bauler (Schule, Hochschule, Forschung),
  • Lydie Polfer (Kultur, Öffentlicher Dienst).

LSAP-Minister:

  • Etienne Schneider (Vize-Regierungschef, Wirtschaft, Außenhandel, “simplification administrative”, Wohnungsbau),
  • Nicolas Schmit (Arbeit und Beschäftigung, Solidarwirtschaft),
  • Mars Di Bartolomeo (Gesundheit, Soziales),
  • Romain Schneider (Landwirtschaft, Tourismus, Sport),
  • Alex Bodry (Justiz).

Grünen-Minister:

  • Félix Braz (Aussenministerium, Entwicklungszusammenarbeit),
  • Camille Gira (Innenministerium, Armee, Polizei, Grossregion),
  • Henri Kox (Nachhaltigkeitsministerium).

Bleiben die Fraktionschefs. Um sowohl am Knuedler als auch am Krautmarkt für grüne Kontinuität und Stabilität zu sorgen, bleibt François Bausch Fraktionschef einer verjüngten Grünen-Fraktion und gleichzeitig Erster Schöffe und Finanzschöffe der Hauptstadt.

Anne Brasseur übernimmt bei der DP den Frationsvorsitz von Claude Meisch und bei der LSAP ersetzt Lydia Mutsch Lucien Lux. Beide Politikerinnen verfügen über langjährige parlamentarische Erfahrung; daneben wird mit ihrer Wahl die Quote der Frauen in politischer Verantwortung gestärkt.

Zum neuen Präsidenten der Abgeordnetenkammer wird Jean Asselborn ernannt, dessen Zustimmung über die parteipolitischen Grenzen hinausreichen.

Für den Posten des luxemburgischen EU-Kommissars kommen zwei erfahrene Europapolitiker in Frage: Sowohl Charles Goerens (DP) als auch Claude Turmes (Déi Gréng) haben das Profil für diesen Posten; als Ressorts kommen Energie, Umwelt, Klima (Turmes) und Kooperationshilfe, EU-Erweiterung, Landwirtschaft (Goerens) in Frage.


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