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G4S-Räuber auf der Flucht
Lokales 13.03.2018 Aus unserem online-Archiv

G4S-Räuber auf der Flucht

Lokales 13.03.2018 Aus unserem online-Archiv

G4S-Räuber auf der Flucht

Michel THIEL
Michel THIEL
Der Belgier Cihan Guzel, der in Luxemburg wegen seiner Teilnahme am Überfall auf die Sicherheitsfirma G4S zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, ist auf der Flucht. Die Polizei hat am Dienstag einen Fahndungsaufruf veröffentlicht

Die Luxemburger Polizei sowie Europol haben am Dienstag einen Fahndungsaufruf nach Cihan Guzel veröffentlicht. Der Belgier ist in Luxemburg rechtskräftig zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er im April 2013 am bewaffneten Raubüberfall auf den Sitz der Sicherheitsfirma G4S in Gasperich beteiligt war.

Cihan Guzel wurde im Februar 2017 in zweiter Instanz genau wie zwei seiner mitangeklagten Komplizen Anouar B. und Dogan S. zu einer Haftstrafe von 22 Jahren verurteilt.

Cihan Guzel ist in Luxemburg zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Cihan Guzel ist in Luxemburg zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Foto: Polizei

Ende Januar war ein Kassationsgesuch abgewiesen worden. Das Urteil gegen Guzel ist somit voll rechtskräftig. Die drei Verurteilten wurden des Mordversuchs, des schweren Raubes, der Rebellion, der Bildung einer kriminellen Vereinigung und wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz für schuldig befunden. 

 Guzel saß zwischen April und November 2014 in Luxemburg in Untersuchungshaft. Ihm wurde jedoch laut Justiz von der Ratskammer des Appellationshofes eine Haftverschonung bis zum Abschluss aller Prozeduren gewährt, da die "Bedingungen für eine weitere Inhaftierung nicht gegeben seien".


Der Überfall auf das G4S-Depot
Schwer bewaffnet sollen vier Männer, die sich derzeit vor Gericht verantworten, den Firmensitz des Sicherheitsunternehmens G4S im April 2013 in Gasperich überfallen haben. Alle Infos zur Tat und dem Prozess im Dossier.

Prinzipiell wird eine Untersuchungshaft dann aufrechterhalten, wenn entweder Fluchtgefahr, Verdunklungsgefahr oder die Gefahr weiterer Straftaten besteht.

Wer Informationen über den Aufenthaltsort des Gesuchten hat, soll sich  beim Polizeinotruf 113 oder unter der Mail-Adresse fast.lux@police.etat.lu melden.


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