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Fusionsgespräche im Norden
Lokales 3 Min. 07.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Fusionsgespräche im Norden

Wahl ist eine der kleinsten Gemeinden in Luxemburg

Fusionsgespräche im Norden

Wahl ist eine der kleinsten Gemeinden in Luxemburg
Foto: Nico Muller
Lokales 3 Min. 07.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Fusionsgespräche im Norden

Nico MULLER
Nico MULLER
Die Gemeinden Wahl und Grosbous wollen Fusionsgespräche aufnehmen. Das wurde in beiden Gemeinderäten am Montagabend einstimmig beschlossen.

Schon längere Zeit wurde in den Gemeinden Wahl und Grosbous hinter vorgehaltener Hand über eine mögliche Fusion getuschelt. Jetzt wurden die Karten auf den Tisch gelegt. In ihren jeweiligen Gemeinderratssitzung am Montagabend wurde den beiden Schöffenräten aus Wahl und Grosbous der Auftrag erteilt, Sondierungsgespräche im Hinblick auf eine eventuelle Fusion aufzunehmen.


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Zumindest in Wahl ist der Zusammenschluss mit einer anderen Gemeinde nicht zum ersten Mal Thema, wurde doch schon in den 1970er-Jahren darüber diskutiert, wie Bürgermeisterin Christiane Bach zu Beginn der Sitzung in Erinnerung rief. Doch damals sei der letzte Wille, Nägel mit Köpfen zu machen, wohl nicht vorhanden gewesen, weshalb die Bemühungen irgendwann wieder im Sand verliefen.

Offen für andere Gemeinden

Das sei diesmal aber anders, betonte Christiane Bach. Während einer gemeinsamen Arbeitssitzung mit den Kollegen aus Grosbous am 4. April habe man ein sehr gutes Gefühl bekommen, dass beide Seiten es ernst meinen. Es liege auf der Hand, dass man gemeinsam stärker werde. Zusammen könne man für alle Bürger mehr erreichen, umschrieb das Gemeindeoberhaupt die Motivation für eine Fusion mit der Nachbargemeinde. Genau wie in Grosbous sei man auch in Wahl offen für andere Nachbargemeinden, die den Wunsch hätten, mit ihnen in Fusionsverhandlungen zu treten.

Um 17.18 Uhr war es so weit: Alle Räte aus Wahl hatten den Fusionsverhandlungen ohne Einwände zugestimmt, und Christiane Bach hielt nicht hinter dem Berg mit ihrer Genugtuung über diese für die Kommune zukunftweisende Entscheidung. Sie sei erleichtert, dass die Räte diese für die Gemeinde Wahl doch historische Entscheidung getroffen hätten.

Stärke-Schwäche-Analyse

Als Erstes werde man nun zusammen mit den Kollegen aus Grosbous ins Innenministerium pilgern, um auch dort zu klären, inwieweit man von staatlicher Seite Hilfe zu erwarten hat. Darüber hinaus werde man jetzt auch Arbeitsgruppen zusammenstellen, die einen gemeinsamen Nenner für die wichtigsten kommunaltechnischen Themen finden sollen.

Derweil will man von einem externen Büro ebenfalls eine Stärke-Schwäche-Analyse der beiden Gemeinden erstellen lassen, die denn auch später den Bürgern als Informationsquelle vor dem Abhalten eines Referendums vorgelegt werden soll. Falls sich die Bürger im Referendum, das entweder Ende 2020 oder im Frühjahr 2021 über die Bühne gehen soll, der Überzeugung der Gemeinderäte anschließen, sollte man die Fusion von Grosbous und Wahl bis zu den nächsten Gemeindewahlen hinbekommen, so der Wunsch der beiden Gemeinderäte.

Logische Konsequenz einer engen Zusammenarbeit

Es komme nun aber nicht nur viel Arbeit auf die Gemeindeverantwortlichen, sondern auch auf das Gemeindepersonal zu, wie Christiane Bach ebenfalls noch betonte. Dieses habe aber auch schon signalisiert, mit an einem Strang ziehen zu wollen, wofür die Bürgermeisterin ihnen einen großen Dank aussprach.

Auch in Grosbous, wo drei Räte abwesend waren, sprach man sich einstimmig für die Aufnahme von Fusionsgesprächen aus. Man möchte zusammen stärker sein. Eine Fusion führe zweifellos zu besseren Dienstleistungen für die Bürger, betonte Bürgermeister Paul Engel.

Am Ratstisch wurde des Weiteren vermerkt, dass eine Fusion mit Wahl die logische Konsequenz einer eh schon engen Zusammenarbeit auf vielen Ebenen wäre. Die Verhandlungen sollten denn auch in aller Transparenz für die Bürger geführt werden.


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