Fusion in der Nordstad?: Diekirch und Bettendorf führen Sondierungsgespräche
Arlette Schmit
Am Freitagmorgen war es eine Mail, die der Diekircher Schöffenrat an die Gemeinderatsmitglieder verschickte, um sie zu informieren, am Samstagmorgen wurde in der Sitzung des Gemeinderats Diekirch offen darüber geredet: Die Gemeinden Diekirch und Bettendorf haben Sondierungsgespräche im Hinblick auf eine Fusion begonnen.
Fusion in der Nordstad?: Diekirch und Bettendorf führen Sondierungsgespräche
Am Freitagmorgen war es eine Mail, die der Diekircher Schöffenrat an die Gemeinderatsmitglieder verschickte, um sie zu informieren, am Samstagmorgen wurde in der Sitzung des Gemeinderats Diekirch offen darüber geredet: Die Gemeinden Diekirch und Bettendorf haben Sondierungsgespräche im Hinblick auf eine Fusion begonnen.
(NiM) - Am Freitagmorgen war es eine Mail, die der Diekircher Schöffenrat an die Gemeinderatsmitglieder verschickte, um sie zu informieren, am Samstagmorgen wurde in der Sitzung des Gemeinderats Diekirch offen darüber geredet: Die Gemeinden Diekirch und Bettendorf haben Sondierungsgespräche im Hinblick auf eine Fusion begonnen.
Die Fusionsgespräche hat Bürgermeister Claude Haagen in dieser Sitzung bestätigt, und er zeigte sich auch zuversichtlich, dass ein Zusammenschluss tatsächlich zustande kommt, denn es mache Sinn in vielen Hinsichten. Die beiden Schöffenräte hätten sich erst vor kurzem (am Freitag, die Red.) getroffen, und dabei seien beide Seiten schnell zum Entschluss gekommen, Sondierungsgespräche aufzunehmen.
Mitte November werde man sich wiedersehen, um weiter an dem Dossier zu arbeiten. Man werde die Gespräche in aller Transparenz führen und natürlich auch die Bürger nicht ausschliessen. Haagen schob denn auch die Zuversicht, dass sich die beiden Gemeinden schnell näher kommen, nicht allzu weit von sich...
Die Gemeinde Diekirch zählt rund 7 000 Einwohner, Bettendorf 2 800. Gilsdorf, das zur Gemeinde Bettendorf zählt, grenzt direkt an Diekirch.
Laut nachgedacht wurde übrigens auch bereits über eine Fusion der Nordstad-Gemeinde Schieren mit Ettelbrück, beziehungsweise Schieren mit Colmar-Berg.
In seiner Sitzung am Freitag beschloss der Gemeinderat aus Colmar-Berg, nicht in Fusionsgespräche mit den anderen fünf Nordstad-Gemeinden zu treten. Acht Räte waren dieser Meinung, einer enthielt sich der Stimme.
Nachdem am 12. September die Gemeinden Erpeldingen/Sauer, Ettelbrück und Schieren beschlossen hatten, Fusionsgespräche aufzunehmen, wollen die anderen drei Kommunen nun auch auf den soeben losgefahrenen Zug aufspringen.
Die Nordstad nimmt langsam Konturen an. Eine Fusion von Ettelbrück, Erpeldingen/Sauer und Schieren könnte auch Bettendorf, Diekirch und Colmar-Berg zur Teilnahme bewegen.
Eine Großgemeinde von knapp 4000 oder mit Remich sogar 7200 Einwohnern könnte an der Mosel entstehen. Dafür müssten aber handfeste Vorteile für die Bürger herauskommen, mahnen die Schöffenräte.
Bettendorf will nun doch keine Gespräche mit den Nachbarn aus Diekirch zwecks Aufnahme von Fusionsverhandlungen führen. Der Schöffenrat erklärt, man wolle lieber der Zusammenarbeit auf Nordstad-Ebene absolute Priorität einräumen.
Mit fünf zu zwei Stimmen spricht der Gemeinderat dem Schöffenrat in Vichten das Misstrauen aus. Jean Colombera will Bürgermeister bleiben und mit Luc Recken und Paul Maréchal einen neuen Schöffenrat bilden.
Für den Stadtteil Kirchberg ist 2019 ein vielversprechendes Jahr. Mit der Nationalbibliothek, dem EU-Parlament, dem dritten Goldturm und dem Infinity-Komplex stehen gleich vier Großprojekte vor der Fertigstellung.
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