Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Fusion im Eischtal steht nichts mehr im Weg: "Ja" zur "Gemeng Habscht"
Die Einwohner der Ortschaften Eischen und Hobscheid stimmten am Sonntag mehrheitlich für eine Fusion mit Simmern.

Fusion im Eischtal steht nichts mehr im Weg: "Ja" zur "Gemeng Habscht"

Foto: Luc Ewen
Die Einwohner der Ortschaften Eischen und Hobscheid stimmten am Sonntag mehrheitlich für eine Fusion mit Simmern.
Lokales 09.11.2014

Fusion im Eischtal steht nichts mehr im Weg: "Ja" zur "Gemeng Habscht"

Nachdem die Bürger aus Simmern sich bereits im Mai für eine Fusion mit der Nachbargemeinde Hobscheid ausgesprochen hatten, sagten am Sonntag auch die Einwohner der Ortschaften Hobscheid und Eischen "Ja" zu einem Zusammenschluss mit ihrem Nachbarn.

(LuWo) - Nachdem sich die Einwohner der Gemeinde Simmern am vergangenen 25. Mai zu 59,76 Prozent für einen Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde Hobscheid ausgesprochen haben, ging auch gestern in den Ortschaften Hobscheid und Eischen die Volksbefragung mit einem positiven Entscheid aus.

59,73 Prozent der Einwohner stimmten mit "Ja", so dass der Fusion der beiden Gemeinden zur künftigen "Gemeng Habscht" ab dem 1. Januar 2018 nichts mehr im Wege steht.

Erinnern wir daran, dass seitens der Gemeinde Simmern ein erster Versuch, mit der Nachbargemeinde Koerich zu fusionieren, fehlgeschlagen war. Das Referendum über eine gemeinsame Zukunft dieser beiden Gemeinden war am Nein der Bürger aus Koerich gescheitert.

Trend für Fusion hatte sich abgezeichnet

Beim zweiten Versuch hat es nun aber am Sonntag geklappt. Bereits anlässlich der Bürgerversammlungen in Hobscheid und Eischen hatte sich beim Pro und Kontra eher ein Trend für eine Fusion abgezeichnet.

Die von Innenminister Dan Kersch versprochene Unterstützung von 8,5 Millionen Euro zwecks Verwirklichung ab 2015 einer Struktur für betreutes Wohnen in Eischen, der Beruhigung der Hauptdurchfahrtsstraße in Hobscheid sowie der Vergrößerung der Schul- und Auffangstruktur in Simmern hat höchstwahrscheinlich auch ihre Früchte getragen.

Der Bürgermeister von Hobscheid, Serge Hoffmann, freut sich natürlich besonders über den Ausgang der Volksbefragung. Gegenüber dem "Luxemburger Wort" drückte der Ratsvorsitzende seine Genugtuung darüber aus, dass die Bevölkerung der von der Gemeindeverwaltung ins Feld geführten Argumentation gefolgt ist.

Der Gemeinderat stehe einstimmig hinter dem positiven Entscheid.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Habscht: Ärger mit dem Müll
Ab 2018 gibt es die neue Gemeinde „Habscht“. Beim Müllsyndikat SICA herrscht nun Unklarheit, wer künftig wo für die Müllentsorgung zuständig ist.
Der SICA-Wertstoffhof könnte ab 2018 einem Teil der „Habschter“ Einwohner zur Verfügung stehen und dem Teil, der in Eischen oder Hobscheid wohnt, nicht.
Referenden am Sonntag: Was auf dem Spiel steht
Im Eischtal und in der Region Meysemburg werden die Bürger am Sonntag zu den Urnen gebeten. Im ersten Fall geht es um die Fusion von Hobscheid und Simmern zur "Gemeng Habscht". Im zweiten Fall wollen sich Nommern, Fels und Fischbach zur "Gemeng Meesebuerg" zusammenschließen.Vor allem für Simmern geht es um das Eingemachte.
Die Bürger aus Simmern haben ihren Entschluss bereits gefasst. Nun entscheiden die Bürger aus Hobscheid über eine gemeinsame Zukunft. (Foto und Text: Luc Ewen)