Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Fund von toten Schafen: Wolfsverdacht bestätigt sich nicht
Lokales 21.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Fund von toten Schafen: Wolfsverdacht bestätigt sich nicht

Fund von toten Schafen: Wolfsverdacht bestätigt sich nicht

Foto: Shutterstock
Lokales 21.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Fund von toten Schafen: Wolfsverdacht bestätigt sich nicht

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Am Dienstag fand ein Landwirt mehrere tote Schafe auf einer Weide. Der Verdacht auf einen Wolfsriss konnte aber schnell ausgeräumt waren. Hunde sind verantwortlich für den Riss.

Ein Landwirt im Raum Diekirch hat am Dienstag zwei tote Schafe auf seiner Weide aufgefunden. Zwei weitere waren schwer verletzt. Er setzte die Naturverwaltung in Kenntnis - zeitweise bestand der Verdacht, dass es sich um einen Wolfsriss handelt. 

Wie die Naturverwaltung nun mitteilt, konnte aufgrund einer Untersuchung der Bissverletzungen und anderer Indizien dies aber ausgeschlossen werden. Vielmehr gehen die Experten Verwaltung davon aus, dass die Schafe Haushunden zum Opfer fielen. 

Eines der gerissenen Lämmer: Es wurde von einem Hund getötet.
Eines der gerissenen Lämmer: Es wurde von einem Hund getötet.
Foto: Naturverwaltung

Hierzulande kommt es der Naturverwaltung zufolge immer wieder zu solchen Fällen. Meist können die Besitzer allerdings nicht ermittelt und die Schafshalter nicht entschädigt werden.


Kein Grund zur Sorge: Der Wolf ist bisher ein eher seltener Gast.
Wolf im Westen des Landes: Es bleibt beim Verdacht
Im Raum Koerich/Simmern hatte es im Dezember einen konkreten Hinweis auf die Anwesenheit eines Wolfes gegeben. Die genetische Analyse einer Urinprobe ergab jedoch kein Resultat: Es lag zu wenig Erbmaterial vor.

Der erste offizielle Nachweis für die Anwesenheit eines Wolfes in luxemburgischen Gefilden seit 124 Jahren liegt fast drei Jahre zurück.  Ein Tier hatte in der Nacht vom 13.  auf den 14. Juli 2017 auf einer Weide zwischen Garnich und Holzem, im Westen des Landes, acht Schafe gerissen. Etwa ein Jahr später gab es erneute Hinweise auf eine Wolfspräsenz. In einem Waldgebiet im Raum Koerich/Simmern waren am 16. Dezember 2018 Spuren eines großen Hundeartigen auf etwa 400 Metern Länge im Schnee gefunden worden. Eine DNS-Analyse von Urinspuren konnte aber keine Gewissheit liefern. Es blieb bei einem Verdachtsfall. 

 Der Wolf zählt europaweit zu den streng geschützten Tieren. In der Regel meiden sie den direkten Kontakt zum Menschen. Dennoch ist es nicht unmöglich, dass die Tiere den Menschen vor dem Rückzug erst einmal genauer mustern.   

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Nach dem ersten Nachweis seit 124 Jahren 2017 im Raum Garnich gibt es weitere Hinweise auf die Präsenz des Wolfes.
Timber Wolf extreme closeup on black background, Canada
Vor einem Jahr wurde erstmals die Anwesenheit des Wolfes in Luxemburg nachgewiesen. Bis heute gibt es nur einen einzigen Beweis, der auf harten Fakten beruht. Lange nichts mehr gehört vom Wolf.
Der Europäische Wolf (lat. Canis lupus lupus) wird möglicherweise in den kommenden Jahren auch in Luxemburg wieder heimisch. Das Tier ernährt sich überwiegend von Rotwild, Hasen oder Wildschweinfrischlingen und hilft so bei einer natürlichen Regulierung der Arten.
Seit der Wolf im Juli vergangen Jahres in Luxemburg wieder nachgewiesen wurde, sorgen sich die Viehhalter um gerissene Tiere.
Kein Grund zur Sorge: Der Wolf ist bisher ein eher seltener Gast.