Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Für ein Jagdverbot in Wohngebieten
Lokales 28.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Petition Nummer 697

Für ein Jagdverbot in Wohngebieten

Petition Nummer 697 verlangt ein Verbot der Jagd innerhalb von Wohngebieten.
Petition Nummer 697

Für ein Jagdverbot in Wohngebieten

Petition Nummer 697 verlangt ein Verbot der Jagd innerhalb von Wohngebieten.
Foto: John Lamberty
Lokales 28.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Petition Nummer 697

Für ein Jagdverbot in Wohngebieten

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Bereits vor dem Zwischenfall in Fentingen wurde eine Petition eingereicht, welche die Jagd aus Wohngebieten verbannen will. Sie dürfte jetzt neuen Auftrieb erhalten.

(jag) - Die Untersuchungen laufen noch nachdem am Samstag eine Frau in Fentingen auf ihrer Terrasse von einem Projektil getroffen wurde. Im Verdacht stehen weiterhin fünf Jäger welche in der Nähe in einem Maisfeld Wildscheine erlegten. Die 48-jährige Belgierin wurde nach dem Zwischenfall operiert, ihr Kiefer wurde zertrümmert.

Die Jäger befanden sich rund 500 Meter von den ersten Wohnhäusern entfernt und handelten in diesem Sinne komplett legal. In Luxemburg ist keine Mindestdistanz zwischen Wohngebieten und Jagdaktivitäten vorgeschrieben, selbst innerhalb eines Dorfes kann es ausnahmsweise zu Jagdszenen kommen. Allerdings sind die Jäger gehalten, keine Schüsse in Richtung von Siedlungen oder Wohnhäusern abzugeben. Zudem müssen sie sicherstellen, dass die Kugel von oben nach unten in den Boden geschossen wird.

In diesem Zusammenhang wurde bereits am zehnten August, also lange vor diesem Vorfall, eine Petition eingereicht. Jacques Schuler verlangt mit Petition Nummer 697  eine Anpassung des Jagdgesetzes. Er sei zwar nicht prinzipiell gegen die Jagd, verlange aber striktere Sicherheitsregeln. So soll der Gebrauch von jeglichen Schusswaffen innerhalb eines Radius von rund 300 Metern um Wohngebiete herum zu verbieten. Schuler hatte erlebt wie ein Rehkitz in einem Feld praktisch vor seiner Haustür erlegt wurde. Der Jäger hatte seinen Schuss dabei laut Petitionär parallel zu den Wohnhäusern abgegeben.            


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Mutmaßlicher Jagdunfall
Auch sieben Monate, nachdem in Fentingen eine Frau von einem Projektil getroffen worden war, ist noch immer unklar, wie dies geschehen konnte und wer dafür die Verantwortung trägt. Die Ermittlungen laufen.
Jagdunfall Fentange. Photo Guy Wolff
Schussverletzung in Fentingen
Nach dem dramatischen Zwischenfall am Sonntag in Fentingen bleibt die Frage, ob Jäger für die schweren Verletzungen einer 48-jährigen Frau verantwortlich sind, offen. Es gibt allerdings Erklärungsansätze.
Schuss aus dem Nichts. Auf dieser Terrasse wurde am Sonntag eine 48-jährige Belgierin unvermittelt von einer Kugel am Kopf getroffen und schwer verletzt.
Waffenexperte Freylinger
Eine verirrte Kugel bleibt selbst auf größere Distanz gefährlich. Waffenhändler Gaston Freylinger über verschiedene Grundregeln beim Schießen.
 Waffenexperte Gaston Freylinger: Eine verirrte Kugel kann gefährlich bleiben.
Jagdverband zum Zwischenfall in Fentingen
Viele Fragen bleiben nach dem Zwischenfall am Samstag in Fentingen offen. Eine Frau erlitt schwere Gesichtsverletzungen nachdem sie von einer Kugel getroffen wurde. Wir haben beim Jagdverband nachgefragt.
Für die Jäger gelten strikte Regeln. Unfälle in Luxemburg sind daher laut Jägerverband eher selten.
Die heimischen Wälder sind voll mit Wildschweinen. Spaziergänger laufen öfter an ihnen vorbei, als ihnen bewusst ist. Doch wie reagieren, wenn man plötzlich einem Wildschwein gegenüber steht?
NDR Fernsehen EXPEDITIONEN INS TIERREICH, "Das Weserbergland", am Mittwoch (16.12.09) um 20:15 Uhr.
Familienbande: Die Wildschwein-Mutter besch�tzt ihre Frischlinge energisch. Diese Jungtiere verlieren schon allm�hlich ihr typisches Streifenfell der ersten Lebensmonate.
� NDR/NDR Naturfilm/J�rgen Borris, honorarfrei - Verwendung gem�� der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei Nennung "Bild: NDR/NDR Naturfilm/J�rgen Borris" (S2). NDR Presse und Information/Fotoredaktion, Tel: 040/4156-2306 oder -2305, pressefoto@ndr.de
Urteil des Verwaltungsgerichts
Das Verwaltungsgericht gibt dem Umweltministerium Recht und lässt die Jäger abblitzen: Das Jagdverbot auf Fuchs und Wildschwein ist damit rechtens.