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Für den Notfall gerüstet
Lokales 23.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Für den Notfall gerüstet

Während sich ein Höhenretter zu der Gondel und den Fahrgästen abseilt, warten die übrigen Mitglieder des GRIMP im Hang und übernehmen sie dort.

Für den Notfall gerüstet

Während sich ein Höhenretter zu der Gondel und den Fahrgästen abseilt, warten die übrigen Mitglieder des GRIMP im Hang und übernehmen sie dort.
Marc Hoscheid
Lokales 23.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Für den Notfall gerüstet

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Mitglieder der Feuerwehreinheiten von Vianden und Diekirch trainieren mit einem Team der Höhenrettungstruppe die Rettung von Menschen aus dem Sessellift in Vianden. Neun freiwillige „Opfer“ werden dabei aus ihrer misslichen Lage befreit.

Der Sessellift gehört zu Vianden wie der Esel zu Diekirch, die Springprozession zu Echternach oder der Bockfelsen zur Stadt Luxemburg; doch auch der beliebte Touristenmagnet ist nicht vor technischen Problemen gefeit. Sollte der Lift eines Tages seinen Dienst verweigern, müssten die sich zu diesem Zeitpunkt auf ihm befindlichen Fahrgäste aus ihren Gondeln abgeseilt werden. Eine solche Aktion ist jedoch alles andere als alltäglich und muss deswegen in regelmäßigen Abständen trainiert werden. Dies war nun in Vianden der Fall.


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Bei eher kühlen Herbsttemperaturen hatten sich Mitglieder der Feuerwehreinheiten aus Vianden und Diekirch, Notfallsanitäter aus Diekirch, eine Polizeieinheit aus Vianden und zwölf Mitglieder des Groupe de reconnaissance et d'intervention en milieux périlleux (GRIMP) gestern an der etwas in die Jahre gekommenen Feuerwehrkaserne in Vianden zusammengefunden. Nach der obligatorischen Lagebesprechung ging es dann zum Sessellift. Die für Luxemburg einzigartige Sesselbahn ist rund 500 Meter lang und befördert die Fahrgäste aus dem Tal auf eine Höhe von 440 Metern.

Neun Freiwillige fungierten als gestrandete Fahrgäste. Acht wurden von zwei Teams des GRIMP und einer von der Feuerwehr aus den Gondeln befreit. Während sich die Rettungsaktion des GRIMP im Hang abspielte, testete die Feuerwehr ihre ausfahrbare Drehleiter im Tal.

Fangnetze dringend erforderlich

Die Experten der Höhenrettung verweisen auf die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit mit den lokalen Rettungsdiensten. Diese verfügten nämlich in der Regel über bessere Ortskenntnisse und könnten somit den Mitgliedern des GRIMP die optimalen Zufahrtswege zum Ort des Geschehens beschreiben. Bei der Übung in Vianden verlief die Zusammenarbeit auf jeden Fall zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten.

Die Übung offenbarte jedoch auch einige Sicherheitsmängel. Während sich die Mitglieder des GRIMP den Abhang hinunter seilten, lösten sich nämlich mehrmals massive Steine, die bis ins Tal rollten. Einer der Steine schlug dabei gegen die Fassade eines Wohnhauses. Hätten sich zu diesem Zeitpunkt dort Menschen aufgehalten, wären die Folgen möglicherweise fatal gewesen.

Deswegen sprachen sich einige an der Aktion beteiligte Helfer dafür aus, dass mehrere Fangnetze im Hang angebracht werden sollten. Diese würden die Felsbrocken aufhalten und die Gefahr für die Anwohner verringern.


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