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Fünfte SAMU-Einheit wird von Findel aus starten
Lokales 23.12.2019

Fünfte SAMU-Einheit wird von Findel aus starten

Von Mai 2020 an wird ein zusätzliches Notarztteam von Findel aus per Hubschrauber zu Rettungseinsätzen im ganzen Land ausrücken.

Fünfte SAMU-Einheit wird von Findel aus starten

Von Mai 2020 an wird ein zusätzliches Notarztteam von Findel aus per Hubschrauber zu Rettungseinsätzen im ganzen Land ausrücken.
Foto: Pierre Matgé / LW-Archiv
Lokales 23.12.2019

Fünfte SAMU-Einheit wird von Findel aus starten

Notärzte sollen noch schneller und besser zu ihren Einsatzorten gelangen: Deshalb wird vom 1. Mai an ein neuer Stützpunkt am Flughafen Findel in Betrieb genommen.

(str) - Der CGDIS baut sein Notarzt-Netzwerk weiter aus: Neben der Hauptstadt, Ettelbrück, Esch/Alzette und Hesperingen wird vom 1. Mai 2020 auch in Findel eine fünfte SAMU-Einheit werden. Das kündigte das Innenministerium am Montag an. 

Konkret geht es dabei um eine zusätzliche Hubschrauberbesatzung, deren Stützpunkt am Flughafen angesiedelt ist und von Luxembourg Air Rescue betrieben wird. 


30 Jahre SAMU - Reportage im CHL mit SAMU - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
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Seit dem Jahr 1989 gibt es in Luxemburg ganz offiziell einen landesweiten Notarztdienst. Bekannt ist er unter dem französischen Namen SAMU. Besuch in einem Stützpunkt der Lebensretter.

Bislang war es so, dass der Notarzt aus Luxemburg-Stadt im diensttuenden hauptstädtischen Krankenhaus stationiert war und von dort aus entweder per Notarztwagen oder per Hubschrauber zum Einsatzort ausrückte. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, dass sich an dieser Vorgehensweise etwas ändern soll. 

Zusätzlich zum bestehenden Angebot

Die neue Einheit in Findel soll zusätzlich zum bestehenden Rettungsaufgebot und im Prinzip ausschließlich per Rettungshelikopter zu Einsätzen ausrücken. Die Flugrettung sei ein unverzichtbares Einsatzmittel, das es erlaube, schnell zum Einsatzort zu gelangen und so die landesweite Abdeckung der Notärzte zu verbessern, heißt es in der Pressemitteilung. 


Das vierte SAMU-Fahrzeug wird vorläufig in der CGDIS-Zentrale in Hesperingen stationiert.
Vierte SAMU-Einheit demnächst einsatzbereit
Ab dem 1. Juli wird neben Ettelbrück, Luxemburg und Esch auch Hesperingen über eine SAMU-Einheit verfügen.

Nur für den Fall, dass der Einsatz des Hubschraubers etwa aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht möglich ist, wird ein Notarztfahrzeug in einem noch zu bestimmenden CGDIS-Einsatzzentrum bereitstehen. 

 Positive Bilanz für Hesperingen 

Erst im vergangenen Juli war ein neuer Notarzt-Stützpunkt in Hesperingen eingerichtet worden. Eine erste Analyse habe gezeigt, dass dieser es erlaubt habe, deutlich besser auf die Notrufe, bei denen der Einsatz eines Notarztes erforderlich ist, zu reagieren. 


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Verantwortlichen wollen aber zunächst eine dreimonatige Versuchsphase abwarten.
CGDIS reagiert auf Samu-Kritik
Heftig hatten Notärzte die CGDIS-Führung am Wochenende kritisiert. Doch diese weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Die Entscheidung den vierten Stützpunkt in der neuen Feuerwehrkaserne Hesperingen anzusiedeln, war im Juli von der Berufsvereinigung der Notärzte heftig kritisiert worden, die eine weitere Angliederung an Krankenhäuser vorgezogen hätte. Zudem sahen die Notärzte einen viel dringenderen Handlungsbedarf im Norden und Osten des Landes. 

Bei Innenministerin Taina Bofferding sowie bei der CGDIS-Führung stieß die harsch formulierte Kritik damals nicht auf Verständnis, wie sie wenige Tage später in einer Pressekonferenz klarstellten. Fakt ist allerdings, dass der neue Stützpunkt am Findel im Prinzip auch dem Osten des Landes zugutekommen dürfte.


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