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Fünf Klassen weniger im "Lënster Lycée"
Lokales 2 Min. 04.08.2016 Aus unserem online-Archiv
Zu wenig Schüler

Fünf Klassen weniger im "Lënster Lycée"

Bis zu 1.400 Schüler können im "Lënster Lycée" unterrichtet werden.
Zu wenig Schüler

Fünf Klassen weniger im "Lënster Lycée"

Bis zu 1.400 Schüler können im "Lënster Lycée" unterrichtet werden.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 04.08.2016 Aus unserem online-Archiv
Zu wenig Schüler

Fünf Klassen weniger im "Lënster Lycée"

Anne-Aymone SCHMITZ
Anne-Aymone SCHMITZ
Im "Lënster Lycée" wird es zur "Rentrée" fünf Klassen weniger geben. Der Grund ist die zu geringe Schülerzahl in den betroffenen Jahrgängen.

(asc) - Das "Lënster Lycée" in der Rue Victor Ferrant in Junglinster nahm erst vor zwei Jahren seinen Betrieb auf. Doch wie nun bekannt wurde, wird es zur "Rentrée 2016-2017" gleich fünf Klassen weniger in dem modernen Schulgebäude geben als im Schuljahr 2015-2016.

Betroffen sind die 12e CG (division administrative et commerciale), die 10e CM  und die 10e TG des technischen Unterrichts, die T2IF  (division informatique)  sowie die 11e PS (division des professions de santé et sociales) der Technikerausbildung. Dies wurde dem "Luxemburger Wort" auf Nachfrage im Bildungsministerium bestätigt.

Diese Nachricht rief auch die beiden CSV-Abgeordneten Françoise Hetto-Gaasch und Nancy Kemp-Arendt auf den Plan. In einer parlamentarischen Anfrage an Bildungsminister Claude Meisch (DP) wollen die Politikerinnen die Gründe für diese Entscheidung in Erfahrung bringen.

Lex Folscheid: "Klassen mit weniger als zehn Schülern werden gestrichen"

Laut Lex Folscheid, erster Regierungsrat im Bildungsministerium, gibt es hierzulande eine "allgemeine Regel, wonach Klassen mit weniger als zehn Schülern gestrichen werden". Und dies sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus  pädagogischen Gründen. Tatsache sei, dass eine bestimmte Schülerzahl vorhanden sein müsse, damit eine weitere Klasse eröffnet werden könne.

Der Beamte weist daraufhin, dass es beispielsweise auf der 10e PS im Schuljahr 2015-2016 nur zehn Schüler gab, für 2016-2017 waren zum Zeitpunkt als über die Klassenschließung befunden wurde, nur vier Schüler für die 11e PS eingetragen.

Aus pädagogischer Sicht sei bewiesen, dass Heranwachsende keinen Nutzen daraus ziehen, wenn sie in einer kleinen Gruppe unterrichtet werden. Im Gegenteil, denn in solchen Klassen herrsche oftmals eine schlechtere Atmosphäre und es entstehe nicht dieselbe Gruppendynamik wie in größeren Klassen. In puncto Klassenstärke liege Luxemburg ohnehin schon weit unter dem internationalen Durchschnitt, sagt Lex Folscheid weiter.

Einschreibung in Lyzeen in der Hauptstadt oder Echternach empfohlen

Laut dem Beamten seien die rund 20 Schüler und ihre Eltern über diese Entscheidung informiert worden und ihnen sei empfohlen worden, sich für die "Rentrée 2016-2017" in einem hauptstädtischen Lyzeum beziehungsweise im Echternacher Lyzeum einzuschreiben. Denn dort seien noch Kapazitäten frei.

In den kommenden Monaten würden Mitarbeiter des Ministeriums sich mit der Schulleitung treffen, um die Gründe für die geringe Bildungsnachfrage im "Lënster Lycée" auszuloten. Der hohe Beamte schließt nicht aus, dass gegebenenfalls das Angebot des Lyzeums an die Nachfrage angepasst werden muss. Lex Folscheid betont jedoch abschließend: "Bei einem neuen Lyzeum ist es allerdings normal, dass das Bildungsangebot nach einer bestimmten Zeit erst richtig wahrgenommen wird." Das moderne Gebäude des "Lënster Lycée" wurde für 1.400 Schüler gebaut.

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