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Fünf Gründe für eine Namensänderung
Lokales 26.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Spätes Mitspracherecht

Fünf Gründe für eine Namensänderung

Seinen Rufnamen zum Vornamen zu machen, ist einer der Gründe, eine Namensänderung zu beantragen.
Spätes Mitspracherecht

Fünf Gründe für eine Namensänderung

Seinen Rufnamen zum Vornamen zu machen, ist einer der Gründe, eine Namensänderung zu beantragen.
Foto: Lex Kleren
Lokales 26.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Spätes Mitspracherecht

Fünf Gründe für eine Namensänderung

Wer mit seinem Namen unzufrieden ist, kann ihn ändern lassen. Doch muss ein triftiger Anlass vorliegen. Hier sind fünf Gründe für einen neuen Namen im Pass.

(kw) -Augen auf bei der Namensgebung. Denn kaum eine Entscheidung der eigenen Eltern kann einen Menschen im Leben so sehr prägen wie die Wahl eines Vornamens. Er wird ihn ein Leben lang mit sich tragen und sich mit ihm ausweisen. Der Vorname gehört immerhin zum ersten Eindruck, den man von einem Menschen bekommt. 

Nun folgen Vornamen kurzlebigen Trends. So werden Kinder oft nach bekannten Persönlichkeiten aus Film, Sport und dem Weltgeschehen benannt. Dumm ist nur, dass der Betroffene nicht mitentscheiden kann. Somit haben Eltern eine große Verantwortung, wenn sie einen Namen für ihr Kind aussuchen. 

Um ihnen dieses Mitspracherecht aber zu gewähren, besteht laut Luxemburger Recht die Möglichkeit, den eigenen Namen ändern zu lassen. Doch um eine Namensänderung beantragen zu können, muss ein gültiger Grund vorliegen. Das Justizministerium selbst nennt mehrere Beispiele:

  • Der Vor- oder Familienname klingt anstößig oder lächerlich:
    Fühlt eine Person sich durch ihren Namen im Alltag belastet, weil er beispielsweise lächerlich oder obszön klingt, sieht das Gesetz die Möglichkeit vor, den Namen zu ändern.
  • Der Familienname klingt fremdsprachig:
    Nimmt eine Familie die luxemburgische Staatsbürgerschaft an, kann sie den Familiennamen ändern lassen, falls ihrer fremdsprachig und dadurch schwer zu verstehen ist.
  • Der Namensträger unterzieht sich einer Geschlechtsumwandlung:
    Im Zuge einer Geschlechtsumwandlung kann der Name geändert werden. Häufig wird ein neuer Name gewählt, der sich an der ursprünglichen Version orientiert. So wird beispielsweise aus einem Johannes eine Johanna.
  • Man will Verwaltungslasten vereinfachen:
    Besitzen Menschen mehrere Vor- oder gar mehrere Doppelnamen, kann ein Name entfernt werden, um die Verwaltungslasten zu vereinfachen.
  • Man will seinen Rufnamen zum Vornamen machen:
    In manchen Fällen sind der Ruf- und der offizielle Vorname verschieden. So wird man beispielsweise von jedem „Manu“ genannt, heißt aber offiziell „Manuell“. Auch hier können Menschen ihren Namen ändern lassen, falls sie die kürzere Version bevorzugen.


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