Fünf Fälle von Pferde-Herpes in Luxemburg festgestellt
Fünf Fälle von Pferde-Herpes in Luxemburg festgestellt
(SC) - In Luxemburg sind kürzlich fünf Fälle des Virus EHV-1, besser bekannt als Pferde-Herpes, festgestellt worden. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Frage der LSAP-Abgeordneten Cécile Hemmen an Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) hervor.
Das Virus kann bei Pferden schwere Atemwegserkrankungen hervorrufen und ist sehr ansteckend, weswegen die betroffenen Pferde von anderen Tieren isoliert werden sollten. Die Erkrankung ist in Luxemburg nicht meldepflichtig, allerdings hat die Veterinärbehörde Tierärzte dazu aufgerufen, positive Testergebnisse zu signalisieren.
Obwohl es gegen das Virus eine Impfung gibt, sei eine Impfpflicht für Pferde derzeit nicht vorgesehen, so Schneider in seiner Antwort. Der Umgang mit einer Infektion obliege dem Tierhalter und den Stallbesitzern in Rücksprache mit ihrem Tierarzt. Für die Teilnahme an einigen Wettbewerben müsse allerdings ein Impfnachweis vorliegen.
Sechs tote Tiere nach Wettkampf
Das equine Herpes-Virus hat den Reitsport in Europa in den vergangenen Wochen weitestgehend zum Stillstand gebracht. Bei einem internationalen Wettbewerb im spanischen Valencia, an dem bis zu 800 Tiere teilnahmen, wurden Ende Januar mehrere Fälle festgestellt. Seitdem haben rund 80 Prozent der anwesenden Pferde Symptome gezeigt. Sechs Tiere starben. Infolgedessen sagte der europäische Pferdesportverband alle internationalen Wettbewerbe bis Ende März ab.
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