Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Füchse unter Tatverdacht

Füchse unter Tatverdacht

Foto: Getty Images
Lokales 05.12.2018

Füchse unter Tatverdacht

Immer häufiger sollen in der Vergangenheit hierzulande Kälber angegriffen worden sein. Die CSV-Abgeordnete Martine Hansen hat den Fuchs im Verdacht. In der Antwort auf ihre parlamentarische Frage gibt es aber Entwarnung.

(m.r.) - In der Nutztierhaltung ist der Wurm drin - das findet zumindest die frisch gebackene CSV-Fraktionschefin Martine Hansen. In der Vergangenheit sei es nämlich vermehrt zu Fällen gekommen, bei denen neugeborene Kälber bei lebendigem Leib - vermutlich von Füchsen  - angefressen wurden. Die Tiere seien daraufhin an ihren Verletzungen gestorben oder mussten eingeschläfert werden. Deshalb stellte Martine Hansen in diesem Zusammenhang eine parlamentarische Frage an das Landwirtschafts- und an das Umweltministerium.


Er bleibt ein Streitobjekt zwischen Jagdlobby und Tierschützern: der Fuchs.
Fuchsbandwurm: Fuchsjagd ist keine Lösung
Die Jagd ist kein Mittel, um den Fuchsbandwurm zu bekämpfen. Zu diesem Schluss kommt eine französische Studie. Laut der CSV-Abgeordneten Martine Hansen gebe es aber Zweifel an Aussagekraft dieser Studie.

Noch kurz vor der Vereidigung der neuen Regierung am Mittwoch bekam Hansen nun eine Antwort vom ehemaligen Staatsekretär im Umweltministerium, dem neuen Energie-und Landesplanungsminister Claude Turmes.

Kein bedeutendes Problem

Die Veterinärverwaltung und die Natur- und Forstverwaltung erhalte immer wieder Informationen über angefressene Kälber, so Turmes. Demnach seien seit 2016 etwa 45 Angriffe auf Kälber gemeldet worden.  Allerdings sei nicht immer klar, ob die Wunden zum Tod des Tieres geführt haben, oder ob diese danach entstanden seien.

Es sei allerdings wichtig, die Zahlen ins richtige Licht zu rücken, so Turmes. Der durchschnittliche Kälberverlust liege hierzulande nämlich bei 9 200  Tieren im Jahr - in lediglich 0,11 Prozent der Fälle sei ein Fuchs als Verursacher nicht auszuschließen. Solche Angriffe spielen somit eine untergeordnete Rolle. Auch seien in diesem Zusammenhang keine Entschädigungen vorgesehen, da Verluste durch Umwelteinflüsse immer vorkommen können. 

Es gebe zurzeit keine Hinweise dafür, dass das Fuchsjagdverbot zu einem bedeutenden Anstieg bei der Tierpopulation geführt hat.




Lesen Sie mehr zu diesem Thema

"Die Füchse tun mir leid"
Vor vier Monaten hat sich das Leben von Monique Stoffel grundlegend geändert. Rotfüchse haben ihren Garten als neuen Lebensraum auserkoren.
Red fox, Vulpes vulpes, on suburban fence above chicken coop, Canberra, Australian Capital Territory, Australia (Photo by: Auscape/UIG via Getty Images)
Fuchs aus illegaler Falle gerettet
Einen ungewohnten Einsatz mussten die Retter aus Grevenmacher am Dienstagabend leisten, nachdem ein Fuchs sich in einer Schlinge fast stranguliert hatte.
Das verletzte Tier wird in Junglinster gepflegt.
Junges Kalb zu Tode gebissen
Dass Füchse immer öfter in Wohngebieten auftauchen, ist bekannt. Immer öfter kommt es damit aber auch zu Angriffen auf Kleintiere. So wie am Morgen in Trotten.
Fuchsbandwurm: Fuchsjagd ist keine Lösung
Die Jagd ist kein Mittel, um den Fuchsbandwurm zu bekämpfen. Zu diesem Schluss kommt eine französische Studie. Laut der CSV-Abgeordneten Martine Hansen gebe es aber Zweifel an Aussagekraft dieser Studie.
Er bleibt ein Streitobjekt zwischen Jagdlobby und Tierschützern: der Fuchs.