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Fuchsjagdverbot: Jäger plädieren vor dem Verwaltungsgericht
Hat ein weiteres Jahr Ruhe: der Fuchs

Fuchsjagdverbot: Jäger plädieren vor dem Verwaltungsgericht

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Hat ein weiteres Jahr Ruhe: der Fuchs
Lokales 04.02.2016

Fuchsjagdverbot: Jäger plädieren vor dem Verwaltungsgericht

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Vor dem Verwaltungsgericht standen sich gestern die Rechtsvertreter des Jagdverbandes und des Staates gegenüber. Die Jäger verlangen eine Aufhebung des Fuchsjagdverbotes.

(jag) - Der Streit um die Verlängerung des Fuchsjagdverbotes und das Einführen einer Schonzeit für Wildscheine geht in eine weitere Runde. Am Mittwoch plädierte der Jagdverband FSHCL vor dem Verwaltungsgericht. "Die Jäger wollen dabei in erster Linie nachweisen, dass die Jagd eine Aktivität im öffentlichen Interesse darstellt", so Marc Glesener, Sprecher des Jagdverbandes.

Störfaktor im Wald

Wegen des verursachten Wildschadens sei dieser Nutzen für die Gesellschaft erwiesen. Der Rechtsverteter des Jagdverbandes legte dazu eine zehnseitige niederländische Studie vor. Diese soll belegen, dass ein 2002 eingeführtes Jagdverbot auf den Fuchs 2005 wegen Überpopulation wieder zurückgezogen werden musste. Die Studie konnte allerdings nicht eingesehen werden weil sie erst aus dem Niederländischen übersetzt werden muss.

Zudem warnte die Jägerschaft erneut vor der Gefahr des Fuchsbandwurmes. Auch die Schonzeit sei eine absolute Benachteiligung der Jäger. Der Rechtsvertreter des Jägerverbandes kritisierte, dass mit der Ruhe im Wald argumentiert würde, welche die Tiere bräuchten. Mountainbiker und Familien mit Kindern wären aber im gleichen Maße Störfaktoren. "Hier besteht keine Gleichbehandlung", so Marc Glesener.

Thema Fuchsbandwurm

Die Argumente der Gegenseite sind seit längerem bekannt: Staatssekretär Camille Gira verwies immer wieder auf die Sinnlosigkeit dieser Jagd, zumindest was die Bekämpfung der Bestände oder des Fuchsbandwurmes betrifft. Zahlreiche Studien würden belegen, dass der Fuchs sich unter Druck sogar schneller vermehre und weiter verbreiten würde.

Genauso wie die Tollwut nicht durch die Jagd verschwand werde auch die Fuchsbandwurmproblematik nicht auf diese Weise gelöst. Bei der Tollwut halfen Impfköder, beim Bandwurm wären Köder mit Entwurmungsmittel die bessere Lösung. Zudem sei der Aufenthalt von Freizeitsportlern- und -Wanderern im Wald  wohl kaum mit den Auswirkungen der Jagd zu vergleichen. Das Urteil in dieser Affäre dürfte in einigen Wochen gesprochen werden.  



   


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