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Fuchsbandwurm: Zahl der infizierten Tiere bleibt konstant
Lokales 06.07.2017

Fuchsbandwurm: Zahl der infizierten Tiere bleibt konstant

Seit 2015 dürfen hierzulande in den Wäldern und Feldern keine Füchse mehr gejagt werden.

Fuchsbandwurm: Zahl der infizierten Tiere bleibt konstant

Seit 2015 dürfen hierzulande in den Wäldern und Feldern keine Füchse mehr gejagt werden.
Foto: Shutterstock
Lokales 06.07.2017

Fuchsbandwurm: Zahl der infizierten Tiere bleibt konstant

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Seit Jahren steigt europaweit die Zahl der Füchse, die mit dem Bandwurm infiziert sind. Doch wie sieht es in Luxemburg aus? Zu welchem Resultat führte die Untersuchung von 134 Tierkadavern vergangenes Jahr?

(dho) - Weniger Füchse, weniger Fuchsbandwurm, also auch weniger Infektionsrisiko für den Menschen. Auf den ersten Blick eine plausible Schlussfolgerung. Eine Regulierung des Fuchsbestandes scheint logisch, doch erfolgversprechend ist eine solche Maßnahme nicht, wie mehrere internationale Studien belegen.

Wie sieht es nun in Luxemburg aus, seit das Fuchsjagdverbot im Jahr 2015 eingeführt wurde? In einer parlamentarischen Anfrage an Umweltministerin Carole Dieschbourg möchte der Abgeordnete Gérard Anzia („Déi Gréng“) nun wissen, wie die Zahl der infizierten Füchse sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

29 Prozent der Tiere infiziert

Aus der Antwort geht hervor, dass vergangenes Jahr 148 Fuchskadaver von meist überfahrenen Füchsen im Labor für Tiermedizin auf den Fuchsbandwurm, auf Tollwut und auf Trichinen untersucht wurden. 29 Prozent davon zeigten eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm. Bei keinem wurde Tollwut oder Trichinen festgestellt. Zwischen 2012 und 2015 seien 134 Kadaver untersucht worden, welche eine Infektionsrate zwischen 25 und 40 Prozent aufwiesen. Im Zeitraum von 2006 bis 2013 waren 25,9 Prozent der untersuchten Tiere in Luxemburg mit dem Fuchsbandwurm infiziert.

In den meisten Ländern Europas hat sich der Fuchsbandwurm jedoch in den letzten 40 Jahren trotz zunehmender Bejagung des Fuchses stark ausgebreitet. Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen seien sich wandelnde klimatische Bedingungen im Verbreitungsgebiet des Parasiten.

Reduzierung des Bestandes

Die Zahl infizierter Tiere durch die Reduzierung der Population zu begrenzen, zeigt sich bisher als wirkungslos. Es gebe keine Studie, die einen positiven Effekt der Jagd auf die Reduktion der Fuchspopulation zeige, ist in der Antwort zu lesen. Es ist also davon auszugehen, dass zahlreiche andere Faktoren wir verfügbare Nahrungsressourcen und die Beschaffenheit des Lebensraums eine starke Auswirkung auf die Population haben.

Risiken für den Menschen

Der Fuchsbandwurm kann eine schwere Parasitenerkrankung auslösen, die unbehandelt tödlich verlaufen kann. Allerdings ist die Erkrankung nach frühzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung vollständig heilbar. Zudem passiert die Übertragung auf den Menschen meist über Haustiere wie Hunde oder Katzen. Die Zahl der Infektionsfälle in Luxemburg liegt derzeit im einstelligen Bereich.


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