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Frupstut: Die Alternative zur Schulkantine
Lokales 2 Min. 15.06.2020

Frupstut: Die Alternative zur Schulkantine

Die Restopolis-Frupstuten ersetzen in der Krisenzeit die Cafeterien und Schulkantinen. Das Essen wird den Schülern in Papiertüten direkt vor die Klasse geliefert.

Frupstut: Die Alternative zur Schulkantine

Die Restopolis-Frupstuten ersetzen in der Krisenzeit die Cafeterien und Schulkantinen. Das Essen wird den Schülern in Papiertüten direkt vor die Klasse geliefert.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 15.06.2020

Frupstut: Die Alternative zur Schulkantine

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Mehr als 18.000 Lunchboxen - genannt Frupstuten - sind laut Restopolis seit Anfang Mai an Schüler und Lehrkräfte ausgeteilt worden.

Wegen der Pandemie mussten landesweit zeitweilig alle Schulen geschlossen werden. Zwar findet der Unterricht in der Zwischenzeit wieder statt, Cafeterien und Schulkantinen bleiben aber weiterhin außer Betrieb – laut Restopolis zumindest noch bis zu den Sommerferien. 

Um die Schüler, Lehrkräfte und Schulmitarbeiter mit Essen zu versorgen, für die derzeit in den Schulgebäuden nicht einmal mehr Snacks- und Getränkeautomaten zur Verfügung stehen, hat Restopolis Anfang Mai die sogenannten Frupstuten eingeführt. „Ziel dieser Lunchbox ist das social Distancing. Anders als in einer Cafeteria oder einer Kantine können wir so den nötigen Abstand zu den Schülern garantieren und verhindern, dass sie sich vor einem Salat- oder Dessertbuffet versammeln“, beschreibt Monique Ludovicy, Leiterin von Restopolis, das neue Angebot. Die Kunden können die Frupstuten via Internet oder App bestellen. Diese werden dann am darauffolgenden Tag in die Schule geliefert. 

Gleiche Kosten für Schüler

Zwischen dem 4. Mai und dem 10. Juni sind laut Restopolis mehr als 18.000 Frupstuten an Schüler und Lehrkräfte verkauft worden. Nach den ersten Wochen hätte man das Angebot analysiert und angepasst. „Wir konnten eine erhöhte Nachfrage für kalte Gerichte feststellen. Deshalb bieten wir nun, neben den Sandwiches und Salaten, auch täglich eine kalte Vorspeise, ein kaltes Tagesgericht und ein kaltes, vegetarisches Tagesgericht an“, erklärt Monique Ludovicy. Etwa 50 Prozent der Schüler und Lehrer bestellen Sandwiches, 22 Prozent bevorzugen ein „normales“ Tagesgericht, acht Prozent ein vegetarisches. Rund 20 Prozent bestellen frische Salate. 


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Die Preise unterscheiden sich nicht von denen, die zuvor in den Schulkantinen- und Cafeterien appliziert wurden: Für Vorspeise, Hauptgericht und Dessert zahlen Schüler 4,60 Euro, mit Vor- oder Nachspeise 4,10 Euro und nur für ein Hauptgericht 3,60 Euro. Ein zusätzliches Dessert oder eine Vorspeise kosten einen Euro. Erwachsene Kunden, etwa Lehrer oder Schulmitarbeiter, zahlen für ihr Essen etwas weniger als sonst: für ein Hauptgericht 5,20 Euro, mit Vor- oder Nachspeise 6,20 Euro, das ganze Menü 7,20 Euro. Im Vergleich: Erwachsene zahlten zuvor für ein Menü zwischen 8,40 und 8,90 Euro. Den Kunden werden zudem auch kostenlose Lebensmittel wie Milch, Obst und Wasser angeboten. 

Sicherheit geht vor

Wie aus einer Antwort von Bildungsminister Claude Meisch auf eine parlamentarische Frage der CSV-Abgeordneten Diane Adehm hervorgeht, wird bei der Auslieferung der Frupstuten so gut es geht auf Nachhaltigkeit gesetzt. Das Essen wird deshalb in einer Papiertüte an den Mann gebracht. Zudem legt Restopolis Wert darauf, dass die Kunden einen eigenen Trinkbehälter sowie eigenes Besteck mit sich bringen. Ist das nicht möglich, erhalten die Schüler Wegwerf-Besteck und Plastikflaschen. 

„Wir versuchen unser Bestes, um unsere Nachhaltigkeitspolitik beizubehalten. Es muss aber auch jedem klar sein, dass das eine Notfalllösung ist und die Sicherheit der Kunden und Angestellten an erster Stelle steht“, betont Monique Ludovicy: „Wenn es also mit der Nachhaltigkeit nicht immer ganz so klappt, dann müssen wir das eben in Kauf nehmen. Diese Situation wird ja nicht für immer so sein.“

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