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Lebensretter Rauchmelder
Lokales 2 Min. 13.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Frühwarnung bei Brand

Lebensretter Rauchmelder

Selbst ungeübte Handwerker können Rauchmelder selbst an der Decke anbringen.
Frühwarnung bei Brand

Lebensretter Rauchmelder

Selbst ungeübte Handwerker können Rauchmelder selbst an der Decke anbringen.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 13.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Frühwarnung bei Brand

Lebensretter Rauchmelder

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Eigentlich sollten sie in keiner Wohnung fehlen. Denn im Notfall helfen sie, Leben zu retten. Insbesondere wenn ein Brand in der Nacht entsteht während die Bewohner schlafen. Die Rede ist von Rauchmeldern.

(SH) - Mitten in der Nacht bricht in einem Wohngebäude ein Feuer aus. Als die Feuerwehr eintrifft, befinden sich noch mehrere Personen in dem Haus. Vergeblich hatten sie zuvor versucht gegen die Flammen anzukämpfen. Fünf Personen müssen mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Für einen Mann kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Er verstirbt noch vor Ort – am vergangenen Freitag bei einem Brand in Rümelingen.

Ob Rauchmelder in dem Haus installiert waren und ob sie einige Bewohner womöglich vor Schlimmerem bewahrt haben, ist unbekannt. Sicher ist jedoch, dass diese kleinen Helfer dazu beitragen, Leben zu retten.

Giftige Gase können 
zum Tod führen

Denn die meisten Personenschäden im Zusammenhang mit einem Wohnungsbrand entstehen nicht etwa durch die Flammen oder die Hitze sondern durch die giftigen Gase, die eingeatmet werden. Insbesondere wenn ein Feuer in der Nacht ausbricht während die Bewohner schlafen, haben sie ohne Rauchmelder kaum eine Möglichkeit zu entkommen. „Schon wenige Atemzüge in der hochgiftigen Atmosphäre führen zur Bewusstlosigkeit, eine Selbstrettung aus dem brennenden Haus ist dann nicht mehr möglich“, heißt es auf der Internetseite des Bettemburger Rettungsdienstes.

Führt man sich vor Augen, dass die Mehrzahl aller Brandtoten nachts in Privatwohnungen anfällt, wird schnell ersichtlich wie wichtig Rauchmelder sind. Denn sie reißen Hausbewohner im Notfall durch einen lautstarken Alarm aus dem Schlaf. Zudem funktionieren sie wie ein wahres Frühwarnsystem sobald die ersten Rauchpartikel in die Messkammer eintauchen.

Wer nun denkt, er müsse sein Haus einer kostenintensiven Sanierung unterziehen, um solche Rauchmelder anzubringen, irrt. Denn die Geräte sind bereits für rund zehn Euro im Handel erhältlich und können selbst von ungeübten Handwerkern leicht selbst an der Decke angebracht werden.

Am besten in allen Räumen

Allerdings sollten sie beim Anbringen der Rauchmelder darauf achten, dass sie auch so platziert sind, dass sie im Notfall hilfreich sind. Zumindest die Schlafzimmer sollten mit einem Gerät versehen werden. Weiter lohnt es sich, an Fluchtwegen – etwa dem Flur oder der Treppe – Rauchmelder anzubringen sowie in Räumen, die weniger oft genutzt werden, in denen die Brandgefahr jedoch erhöht ist. Um Fehlalarme zu vermeiden, gibt es für Räume wie Küche oder Bad, wo es durch den normalen Gebrauch öfter zu einer Rauch-, bzw. Wasserdampfentwicklung kommt, spezielle Melder.

Wie wichtig Rauchmelder sind, ist auch einigen Gemeinden bewusst. In einigen Kommunen sieht das Bautenreglement vor, dass Neubauten über die Geräte verfügen müssen, in anderen wird Eltern von Neugeborenen ein Rauchmelder geschenkt. Ob diese ihn jedoch in der Wohnung anbringen, ist ihnen überlassen.

Beim Kauf auf 
die Qualität achten

Im Falle eines Brandes retten Rauchmelder zudem nicht nur Leben, sondern sie tragen auch dazu bei, dass der materielle Schaden in Grenzen gehalten wird. Da sie Alarm schlagen sobald sich ein Feuer entwickelt, können die Rettungskräfte schnell alarmiert werden und einschreiten.

Damit die Geräte jedoch einwandfrei funktionieren, sollte beim Kauf auf einige Details geachtet werden. Die Feuerwehr aus Bettemburg rät, darauf zu achten, dass die Rauchmelder mit dem CE-Kennzeichen und der passenden Prüfnummer sowie der Angabe „EN 14604“ versehen sind. Über weitere Qualitätsmerkmale kann der Fachhändler beraten. Ein Garantienachweis sowie eine Rückverfolgbarkeit bis zum Hersteller sollten ein Muss sein.

Wer keinen regelmäßigen Batteriewechsel durchführen will, sollte zudem auf Melder mit langlebigen Lithiumbatterien zurückgreifen.

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