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Frische Produkte gehören nicht in den Müll
Lokales 2 Min. 30.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Lebensmittelverschwendung

Frische Produkte gehören nicht in den Müll

Besonders in Kantinen sind die Augen oft größer als der Bauch. Um diesem Trend entgegen zu wirken, arbeitet die „Anti Gaspi“ sowohl mit Schulen, als auch mit Restopolis zusammen.
Lebensmittelverschwendung

Frische Produkte gehören nicht in den Müll

Besonders in Kantinen sind die Augen oft größer als der Bauch. Um diesem Trend entgegen zu wirken, arbeitet die „Anti Gaspi“ sowohl mit Schulen, als auch mit Restopolis zusammen.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 30.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Lebensmittelverschwendung

Frische Produkte gehören nicht in den Müll

Jeden Tag landen frische Lebensmittel im Abfalleimer. Die Organisation „Anti Gaspi“ hat es sich zum Ziel gemacht, dieser Vergeudung ein Ende zu machen.

(LV) Laut einer Statec-Studie aus dem Jahre 2016, wirft jeder Bürger Luxemburgs durchschnittlich täglich 338 Gramm noch verzehrbares Essen weg, das entspricht dem Wert von etwa 105 Euro, die jeder jährlich sozusagen aus dem Fenster schmeißt.

Die Organisation „Anti Gaspi“ versucht, gegen diesen Trend anzukämpfen und für das Thema zu sensibilisieren. Mit dem „Anti Gaspi Solidaritéitspakt“ will die Organisation alle Gemeinden und verschiedene Schulen auf den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung einschwören.

Nun fand der erste nationale Tag jener Gemeinden, die dem Solidaritätspakt beigetreten sind, statt. Sich beim Essen oder Einkaufen zu verschätzen, ist vor allem eine Frage der persönlichen Einstellung. Denn: „Wenn jeder Einzelne von uns sein Verhalten auch nur ein wenig ändert, können wir alle zusammen einen großen Beitrag leisten“, so Landwirtschaftsminister Fernand Etgen (DP). Wer einfache Regeln beachtet, wirft weniger Essen weg. „Anti Gaspi“ rät zum Beispiel, beim Einkauf das Verfallsdatum zu prüfen und grundsätzlich den Kühlschrank aufgeräumt zu halten, um einen Überblick darüber zu haben, welche Lebensmittel noch vorhanden sind und was tatsächlich gekauft werden muss.

Um so nah wie möglich am Bürger aktiv zu sein, arbeitet „Anti Gaspi“ eng mit den Gemeinden zusammen. 60 Kommunen haben den nationalen „Anti Gaspi Solidaritätspakt“ bereits unterschrieben. Aber auch Schulen wie das „Lycée technique hôtelier Alexis Heck“ oder das „Lycée technique de Bonnevoie“ sind dem Solidaritätspakt beigetreten.

Das Bündnis gibt keine genauen Richtlinien vor, denn die Gemeinden sind dazu eingeladen, konkrete Maßnahmen zu definieren und dann umzusetzen. Diese sollen die Bürger der Gemeinden motivieren, „Lebensmittel wertzuschätzen und bewusster einzukaufen“, unterstreicht Fernand Etgen.

Erste Schritte der Gemeinden

Die Gemeinden Dippach und Sassenheim haben bereits mit der Umsetzung des Solidaritätspakts begonnen. In Dippach, zum Beispiel, werden künftig die Teller der Kinder in der „Maison relais“ nach dem Mittagessen gewogen, um herauszufinden, wie viel Essen täglich weggeworfen wird. Durch das Projekt sollen die Kinder dafür sensibilisiert werden, nur so viel auf ihre Teller zu legen, wie sie tatsächlich essen können. Bleiben doch noch Reste übrig, sollen diese an bedürftige Menschen gespendet werden.

„Ziel ist es“, so der Landwirtschaftsminister, „den vermeidbaren Abfall bis 2030 auf mindestens die Hälfte zu reduzieren“.

Mehr Informationen unter www.antigaspi.lu