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Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hofft auf Unterstützung der EU
Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi beim großherzoglichen Paar.

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hofft auf Unterstützung der EU

Foto: Anouk Antony
Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi beim großherzoglichen Paar.
Lokales 21.10.2013

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hofft auf Unterstützung der EU

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist am Montag auf einen Kurzbesuch nach Luxemburg gekommen. Nach einer Audienz bei Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa im Palais ist sie am Nachmittag mit den EU-Außenministern auf Kirchberg zusammengekommen.

(wl) - Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist am Montag auf einen Kurzbesuch nach Luxemburg gekommen. Nach einer Audienz bei Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa im Palais ist sie am Nachmittag mit den EU-Außenministern auf Kirchberg zusammengekommen.

Die Europäische Union will die Beziehungen zu Birma (Myanmar) schrittweise normalisieren. Suu Kyi hat die

EU dazu aufgefordert, die Opposition Birmas stärker bei der Forderung nach einer neuen Verfassung des Landes zu unterstützen. „Ich denke, sie (die Europäer) sollten sich die Lage in Birma genau anschauen“, sagte die Oppositionsführerin am Montag in Luxemburg. „Ich möchte, dass die EU unmissverständlich klarmacht, dass wir einen Wandel brauchen, dass wir die Verfassung ändern müssen.“ Suu Kyi will bei den für 2015 angekündigten Wahlen für das Präsidentenamt kandidieren. Dies wäre nach der derzeitigen Verfassung aber nicht möglich. Letztere schließt Witwen und Mütter von Ausländern von vornherein aus.

Die Bestimmung ist „maßgeschneidert“ auf die Führerin der Nationalen Liga für Demokratie: Ihr britischer Ehemann Michael Aris ist 1999 an Krebs gestorben und ihre beiden Kinder Alexander und Kim Aris sind britische Staatsbürger. Morgen wird die Birmanin im Europaparlament in Straßburg den Sacharow-Preis für Menschenrechte entgegennehmen. Die Auszeichnung war ihr 1990, vor 23 Jahren (!), für ihren Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte zuerkannt worden. 1991 erhielt Suu Kyi für ihren Kampf für Demokratie in Birma den Friedensnobelpreis. Zu dieser Zeit befand sich die Gründerin der oppositionellen Nationalen Liga für Demokratie in ihrer Heimat unter strengen Hausarrest, der – mit kurzen Unterbrechungen – 15 Jahre dauerte. Im Zuge der schrittweisen Öffnung des Landes ist die Oppositionspolitikerin im November 2010 freigekommen