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Zehn Autopédestres fürs Wochenende
Lokales 13 4 Min. 10.07.2021
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Zehn Autopédestres fürs Wochenende

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Zehn Autopédestres fürs Wochenende

Foto: Diane Lecorsais
Lokales 13 4 Min. 10.07.2021
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Zehn Autopédestres fürs Wochenende

Von A wie Abweiler bis V wie Vianden: zehn Rundwanderwege in Luxemburg, die sich lohnen - getestet von der LW-Redaktion.

(SH/DL) - Luxemburg ist im Wanderfieber - ein Trend, der sich seit Ausbruch der Corona-Krise noch verstärkt hat. Viele Spaziergänger lassen sich von den kleinen blauen Pfeilen auf weißem Hintergrund durch Wälder, Felder und Dörfer leiten - die offiziellen „Autopédestres“, ausgezeichnet vom Wirtschaftsministerium. Auch auf Facebook erleben diese „Klassiker“ derzeit einen regelrechten Boom. Grund genug für ein bisschen Inspiration - mit zehn Tipps aus der „Wort“-Redaktion.

1) Für Naturfreunde: Remerschen

Ein wunderschöner Weg für Naturfreunde ist der 9,7 Kilometer lange AP Remerschen. Los geht es am Biodiversum durch das Naturschutzgebiet Haff Réimech, wo diverse Vogelarten zu Hause sind. Von dort aus geht es weiter in die Wéngerten, wobei es allerdings zweimal ordentlich bergauf geht. Doch auch hier wird man mit einem tollen Blick belohnt. Einzig der letzte Kilometer an der viel befahrenen Route du Vin entlang verpasst diesem schönen Rundweg einen Dämpfer. Trotzdem ein Autopédestre, der sich lohnt.

2) Für die, die Abwechslung mögen: Beles 

Blickfang: "Die Epicerie" gibt es gleich zu Beginn der Wanderung zu bewundern.
Blickfang: "Die Epicerie" gibt es gleich zu Beginn der Wanderung zu bewundern.
Foto: Diane Lecorsais

Bei diesem abwechslungsreichen Autopédestre in Beles geht es auf rund 9,5 Kilometern auf und ab mit Zwischenstopps auf dem Zolverknapp und deem Gaalgebierg. Etwas anstrengend, aber dafür wird man mit vielen schönen Aussichten belohnt.

3) Für Weinliebhaber: Ahn

In Ahn geht es vorrangig durch die Weinberge - den schönen Blick gibt's inklusive.
In Ahn geht es vorrangig durch die Weinberge - den schönen Blick gibt's inklusive.
Foto: Diane Lecorsais

Diese kleine aber feine Rundstrecke führt nahezu ausschließlich durch die Weinberge und ist im Sommer besonders sehenswert. Cabernet, Pinot gris, Auxerrois – was darf’s denn sein? Eine tolle Aussicht auf die Mosel gibt es obendrauf. Der Weg ist leicht zu begehen, die Strecke etwa 5,4 Kilometer lang. Start- und Zielort ist das ebenfalls sehr sehenswerte Winzerdorf Ahn.

4) Für Waldliebhaber: Abweiler

Über einen Feldweg geht es in den Wald hinein - und dort erlebt man Ruhe pur.
Über einen Feldweg geht es in den Wald hinein - und dort erlebt man Ruhe pur.
Foto: Diane Lecorsais

Dieser schöne Rundwanderweg mit Startpunkt in der hübschen Mini-Ortschaft Abweiler führt fast ausschließlich durch den “Beetebuerger Bësch”. Wer das Waldbaden mal ausprobieren möchte, ist hier auf jeden Fall richtig. Mit ihren 10,7 Kilometern ist die Strecke für einen Autopédestre vergleichsweise lang, aber sehr angenehm und leicht zu gehen. Unterwegs geht es an mehreren Weihern vorbei.

5) Für Sportliche: Echternach-Lauterborn

Dieser etwa elf Kilometer lange Rundwanderweg hat es in sich, festes Schuhwerk wird unbedingt empfohlen. Auch dieser Weg wartet mit einigen starken Steigungen auf, doch die Route durch das schöne Lauterburerbaach-Tal ist die Strapazen wert. Viel Wald, bizarre Felsformationen und ein Abstecher nach Echternach gehören zu den Highlights. Wer noch Zeit übrig hat, kann noch einen zusätzlichen Zwischenstopp am Echternacher See einlegen.

6) Für die, die hoch hinaus wollen: Vianden I

Der erste Anstieg macht gleich klar: Mit über 250 Höhenmetern auf knapp 8,5 Kilometern hat dieser abwechslungsreiche Rundweg es in sich. Dafür wird der Wanderer aber mit wundervollen Aussichten auf das Viandener Schloss, die Stadt und das Ourtal belohnt. Auf halber Strecke besteht zu den Betriebszeiten des Sessellifts die Möglichkeit, sich zu stärken. Insbesondere für den danach folgenden, recht steilen und felsigen Abschnitt ist festes Schuhwerk zu empfehlen.  

7) Für Stadtmenschen: Bonneweg

Nah an der Stadt und doch mitten in der Natur: Der AP Bonneweg.
Nah an der Stadt und doch mitten in der Natur: Der AP Bonneweg.
Foto: Sophie Hermes

Natur mitten in der Stadt. Der AP Bonneweg ist nur einen Katzensprung vom Stadtzentrum entfernt, dennoch fühlt man sich auf den 7,8 Kilometern vom Stadtleben weit entfernt. Denn der Autopédestre führt vor allem durch Waldstücke. Wer ihn begehen will, sollte allerdings keine Treppen scheuen, denn deren weist er so einige auf. Müden Wanderern bietet sich im Sommer die Gelegenheit, etwa auf halber Strecke im “The River” auf der Gantenbeinsmillen einzukehren.

8) Für Geschichtsfreunde: Brandenburg

Die Burgruinen können besichtigt werden.
Die Burgruinen können besichtigt werden.
Foto: Sophie Hermes

Mit seinen 6,5 Kilometern zählt dieser gut begehbare Autopédestre zu den kürzeren. Dennoch weiß er zu überzeugen. Zunächst führt der Weg bergaufwärts durch den Wald auf offene Felder. Weitsicht ist hier garantiert. Dann geht es hauptsächlich bergab zum eigentlichen Highlight des Weges: die Burgruinen aus dem 10. Jahrhundert. Eine Besichtigung der Überreste ist tagsüber kostenlos möglich. 

9) Für Entdecker: Mersch

Der AP Mersch führt am Hunnebuer vorbei. Wer Proviant dabei hat, kann hier eine Picknick-Pause einlegen.
Der AP Mersch führt am Hunnebuer vorbei. Wer Proviant dabei hat, kann hier eine Picknick-Pause einlegen.
Foto: Sophie Hermes

Ein Stadtpark, spektakuläre Felsformationen, dichter Wald, plätschernde Wasserquellen und eine Reise zum Mittelpunkt des Landes. Auf dem 9 Kilometer langen Rundweg in Mersch kommt sicherlich keine Langeweile auf. Die Strecke ist teilweise asphaltiert, führt aber auch über Waldwege. Besonders bei schlechtem Wetter sind demnach gute Schuhe von Vorteil.  

10) Für verregnete Tage: Bettel

Besonders bei schlechtem Wetter ist dieser Weg ein Geheimtipp. Denn er führt hauptsächlich über asphaltierte Wege. Schatten bietet er an heißen Sommertagen hingegen wenig. Dafür kann der Wanderer auf den 11,2 Kilometern aber die Ruhe in vollen Zügen genießen, begegnet er dort doch wohl mehr Kühen als Menschen. Zudem lohnt es sich, ab und zu inne zu halten und den Blick einfach in die Ferne schweifen zu lassen.   

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