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Freie Bahn für Klavierbegeisterte
Lokales 10 4 2 Min. 02.06.2018

Freie Bahn für Klavierbegeisterte

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Noch bis zum 17. Juni stehen 21 Klaviere in den Vierteln der Hauptstadt. Die vierte Auflage des Projektes "My Urban Piano" soll die Menschen dazu bewegen, spontan in die Tasten zu hauen und somit die Stadt musikalisch zu beleben.

Während man gemütlich auf einer Terrasse sitzt, im Park unter der strahlenden Sonne liegt oder am Flughafen auf seinen Flieger wartet – an all diesen Orten kann man in den kommenden Wochen dem Klang eines Pianos lauschen. Denn: Die 21 Klaviere, die noch bis zum 17. Juni  in den Vierteln der Hauptstadt aufgestellt sind, sollen dem öffentlichen Raum eine musikalische Atmosphäre verleihen und die Menschen in Stimmung bringen.

Am Donnerstag fand zu diesem Anlass die Eröffnung der vierten Auflage des Kunstprojektes „My Urban Piano“ statt. „Ein musikalisches Erlebnis für die ganze Stadt“, wie Bürgermeisterin Lydie Polfer versichert. Den gebührenden Auftakt machte die junge Pianistin Zala Kravos, die an einem Klavier auf der Place d'Armes vor dem Cercle Cité ihr Können zeigte und die ersten Töne erklingen ließ.

Die junge Pianistin Zala Kravos hat bei der Eröffnung ihr großes Talent gezeigt.
Die junge Pianistin Zala Kravos hat bei der Eröffnung ihr großes Talent gezeigt.
Foto: Pierre Matgé

Vor ihr versammelten sich binnen Minuten zahlreiche Touristen und Stadtbummler – alle hörten ihr gespannt zu. Die Atmosphäre war freundlich und gelassen. Klavos spielte zunächst den ersten Teil der „Sonatine“ von Maurice Ravel und später ein Werk des brasilianischen Komponisten Murillo Santo. Der Applaus folgte.

„Diese Pianos stehen überall in der Stadt, damit jeder darauf spielen kann“, erklärt Lydie Polfer und fügt witzelnd hinzu: „Am besten sollten es natürlich angenehme Klänge sein, aber alles ist erlaubt.“ Die Botschaft ist klar: Jeder, der möchte, kann sich in den kommenden Tagen an einem der 21 Pianos austoben. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Klavierspielen beherrscht oder nicht – es gilt, sich spontan auf den Hocker zu setzen und am Piano zu improvisieren.

Einzigartige Dekoration

Die Musikinstrumente wurden im Vorfeld von verschiedenen Vereinigungen, Einrichtungen, Club des Jeunes, Kinderbetreuungsstrukturen, Lyzeen, Jugendhäusern und Pfadfindergruppen geschmückt. Mit bunten Farben, Mustern und einzigartigen Designs wurden diese selbst zu ganz besonderen Kunstobjekten.

Auch der talentierte Luxemburger Pianist David Ianni ist dieses Jahr erneut am Start: Er spielte am Freitag auf dem Klavier vor dem Cercle municipal im Stadtzentrum.

Videos: Morris Kemp


Die verschiedenen Pianos findet man an unterschiedlichen Punkten der Stadt, hauptsächlich bei Sehenswürdigkeiten oder Plätzen, an denen sich viele Leute täglich versammeln. Dazu gehören unter anderem: der Flughafen, einige Parks, die Rotondes, der Bahnhof und der Bockfelsen.

Eine Karte mit den Standorten der Klaviere:

Einige haben die Gelegenheit bereits genutzt und haben sich an eines der 21 Klaviere gesetzt. Hier ein Einblick in die musikalische Atmosphäre der Hauptstadt:




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