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"Freedom march"-Prozess: 18 Monate für Aktivisten gefordert
Lokales 25 1 07.04.2017

"Freedom march"-Prozess: 18 Monate für Aktivisten gefordert

Lokales 25 1 07.04.2017

"Freedom march"-Prozess: 18 Monate für Aktivisten gefordert

Michel THIEL
Michel THIEL
Keine Gnade will die Staatsanwaltschaft für fünf Angeklagte Demonstranten des "Freedom marchs" gelten lassen, bei dem es im Juni 2014 zu einer Auseinandersetzung mit der Polizei gekommen war.

(mth) - 18 Monate Haft sowie eine Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro für fünf von sechs Angeklagten, so lautet am Freitag die Strafforderung im "Freedom march"-Prozess gegen sechs Aktivisten, die wegen organisierten Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung und Beamtenbeleidigung angeklagt waren. Gegen einen sechsten Angeklagten, der zum Verfahren nicht antrat, soll ein gesondertes Verfahren eingeleitet werden

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sagte in seiner Strafforderung, dass die Angeklagten am 5. Juni 2014 vor dem Konferenzzentrum die Konfrontation mit der Polizei gesucht und ihr Vorgehen im Voraus geplant hätten.

Aus den Zeugenaussagen der Polizisten gehe klar hervor, welche Straftaten welchen Angeklagten zuzuordnen seien. Bewiesen sei auch, dass die Demonstranten eine reizende Flüssigkeit sowie Pfefferspray gegen die Polizei eingesetzt und mit diversen Objekten auf diese geschmissen hätten. Tätliche Angriffe auf einzelne Polizisten, bei denen diese verletzt wurden, seien ebenfalls zweifelsfrei belegt, ebenso wie die Beamtenbeleidigungen.

Das Urteil soll am 18. Mai bekanntgegeben werden.



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