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Frau hat Sex mit 13-Jährigem: Angeklagte erhält Bewährungsstrafe
Lokales 13.07.2019

Frau hat Sex mit 13-Jährigem: Angeklagte erhält Bewährungsstrafe

Die Richter verurteilten die Frau zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung.

Frau hat Sex mit 13-Jährigem: Angeklagte erhält Bewährungsstrafe

Die Richter verurteilten die Frau zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung.
Foto: Lex Kleren
Lokales 13.07.2019

Frau hat Sex mit 13-Jährigem: Angeklagte erhält Bewährungsstrafe

Nachdem eine 29-Jährige eine sexuelle Beziehung mit einem 13-Jährigen hatte, kam es zum Prozess. Aufgrund der Umstände sprachen die Richter ein mildes Urteil.

(m.r./str) - Eine Frau musste sich Anfang Juli vor Gericht verantworten, weil die damals 29-Jährige im Jahr 2014 mehrmals Geschlechtsverkehr mit einem 13-Jährigen gehabt haben soll. Ihm zufolge soll dies gegen seinen Willen geschehen sein.  Sie sprach von Einvernehmlichkeit. Dem Gesetz zufolge ist dies allerdings  bei sexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen und Minderjährigen unter 16 Jahren nicht möglich. 


In dem Prozess scheinen die Grenzen zwischen Täter und Opfer zu verschwimmen. Doch dies kann sich nur auf die Schwere der Schuld beziehen. Der Tatbestand steht außer Frage.
Frau hat Sex mit 13-jährigem Jungen: Haftstrafe gefordert
Mehrfach hatte eine 29-jährige Frau Geschlechtsverkehr mit einem 13-jährigen Jungen. Doch aufgrund der Umstände beantragte der Ankläger nur ein verhältnismäßig geringes Strafmaß.

Die Richter verurteilten die Frau nun zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung. Zudem muss sie eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro zahlen. Die Richter ließen wohl aufgrund der besonderen Umstände der Tat Milde walten. Denn im Prinzip sind für den Tatbestand fünf bis zehn Jahre Haft vorgesehen.

SMS geben Aufschluss

Bei seinen Aussagen im Polizeiverhör hatte der 13-Jährige, dem ein Psychiater im Prozess neben einem Erscheinungsbild, das eher einem Heranwachsenden entspricht, eine fortgeschrittene sexuelle Reife, aber auch eine ausgeprägte Unreife in Bezug auf Verantwortungsgefühl bescheinigte, sich stets in einer sehr deutlichen Opferrolle beschrieben. Die weitaus ältere Frau habe nicht nur verführt, sondern wiederholt zum Sex gedrängt und ihn gar erpresst, sie würde sehr schlecht über ihn reden, wenn er nicht mitmache.

Doch während der Ermittlungen zeigte sich aufgrund von SMS-Botschaften und aufgezeichneten Gesprächen, dass die Initiative wohl eher vom 13-Jährigen ausging und sich dieser in die erwachsene Frau verliebt hatte. Doch das mache sie nicht weniger zur Täterin, hob der vorsitzende Richter im Prozess hervor. Als Erwachsene hätte sie niemals sexuelle Handlungen mit dem Minderjährigen haben dürfen. Und ihre Rolle war laut Dossier und entgegen ihrer eigenen Darstellung nicht rein passiv.


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