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Französische Polizei nimmt Frank Schneider fest
Lokales 30.04.2021

Französische Polizei nimmt Frank Schneider fest

Frank Schneider.

Französische Polizei nimmt Frank Schneider fest

Frank Schneider.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 30.04.2021

Französische Polizei nimmt Frank Schneider fest

Dem ehemaligen SREL-Mitarbeiter wird Betrug mit Kryptowährungen in den USA vorgeworfen - im großen Stil.

(tom) - Die französische Polizei hat am Donnerstag in Audun-le-Tiche im Département Moselle einen Luxemburger festgenommen, der wegen Betrugs mit Kryptowährungen per internationalem Haftbefehl gesucht wird. Nach Informationen des Républicain Lorrain soll es sich bei dem Mann um Frank Schneider handeln, den ehemaligen Chef des Opérations beim Luxemburger Geheimdienst SREL. 

 Schneider hatte sich nach seiner Zeit beim SREL mit der Beratungs- und Sicherheitsfirma Sandstone selbständig gemacht. Laut der Zeitung soll sein Name in einem Prozess zum OneCoin-Betrug vor einem New Yorker Gericht gefallen sein, einer der Hauptverantwortlichen soll Schneider in diesem Zusammenhang mehrmals genannt und ihn konkret als Geldwäscher bezeichnet haben. Hinter OneCoin verbirgt sich ein Pyramiden-Betrugsschema, das Anleger im großen Stil um ihr Geld bringen sollte. 


André Kemmer (l.) war persönlich mit Loris M. befreundet.
SREL-Prozess: Freispruch für die Angeklagten
Die Richter haben ihr Urteil im sogenannten SREL-Prozess gefällt und Marco Mille, Frank Schneider und André Kemmer freigesprochen.

Schneider stand 2020 in der sogenannten SREL-Affäre in Luxemburg vor Gericht, damals ging es um die Frage, ob der Geheimdienst für eine Abhöraktion im Jahr 2007 die notwendige Genehmigung vom damaligen Staatsminister Jean-Claude Juncker hatte. Das Verfahren endete in erster Instanz mit einem Freispruch. Die Staatsanwaltschaft war gegen das Urteil in Berufung gegangen. Der Berufungsprozess ist für den kommenden Herbst terminiert. Sollte es wegen des internationalen Haftbefehls und der Festnahme zu einer Auslieferung Schneiders an die USA kommen, könnte das den Berufungsprozess in Sachen SREL gefähren. 

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