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Frank Schneider kann an USA ausgeliefert werden
Lokales 19.01.2022
Ex-SREL-Mitarbeiter

Frank Schneider kann an USA ausgeliefert werden

Der ehemalige Geheimdienstler Frank Schneider wird beschuldigt, in den Vereinigten Staaten Teil eines Milliarden-Betrugs gewesen sein.
Ex-SREL-Mitarbeiter

Frank Schneider kann an USA ausgeliefert werden

Der ehemalige Geheimdienstler Frank Schneider wird beschuldigt, in den Vereinigten Staaten Teil eines Milliarden-Betrugs gewesen sein.
Foto: Lex Kleren / LW-Archiv
Lokales 19.01.2022
Ex-SREL-Mitarbeiter

Frank Schneider kann an USA ausgeliefert werden

Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter wird verdächtigt, Teil eines Multi-Milliarden-Dollar-Betrugs in Zusammenhang mit Kryptogeschäften zu sein.

(LW) - Wie die „Luxembourg Times“ am Mittwoch berichtet, hat das Berufungsgericht in Nancy einer Auslieferung des früheren Geheimdienstmitarbeiters und Geschäftsmannes Frank Schneider zugestimmt. Schneider wurde im vergangenen April auf Drängen amerikanischer Strafermittlungsbehörden unweit der luxemburgischen Grenze in Frankreich verhaftet. Er wird verdächtigt, Teil eines Multi-Milliarden-Dollar-Betrugs in Zusammenhang mit Kryptogeschäften zu sein. 

Die Richter des Berufungsgerichts in Nancy verkündeten am Mittwoch ihre Entscheidung,
Die Richter des Berufungsgerichts in Nancy verkündeten am Mittwoch ihre Entscheidung,
Foto: Marc Wilwert

Laut „Luxembourg Times“ drohen ihm in den USA bei einer Verurteilung bis zu 40 Jahre Haft. Die Anwälte des Mannes sollen bereits angekündigt haben, ein Kassationsverfahren anzustreben. Auch der Premierminister müsse der Auslieferung noch zustimmen, so die „Luxembourg Times“.


Die Inhaftierung von Frank Schneider in Frankreich hat Auswirkungen auf den SREL-Berufungsprozess.
SREL-Berufungsprozess auf späteres Datum verschoben
Die Inhaftierung von Frank Schneider in Nancy hat Auswirkungen auf das Berufungsverfahren im SREL-Prozess. Dieses wird verschoben.

In Luxemburg sollte sich Schneider indes bereits im Oktober mit zwei Mitangeklagten - dem ehemaligen SREL–Direktor, Marco Mille sowie Ex-Geheimagent André Kemmer - im Berufungsverfahren des SREL-Prozesses verantworten. Aufgrund seiner Inhaftierung wurde der Prozess bis auf Weiteres verschoben. 

Bei dem Gerichtsverfahren geht um die Frage, ob drei ehemalige Mitarbeiter des Geheimdienstes im Januar 2007 illegale Abhörmaßnahmen in Bezug auf einen Informanten durchgeführt hatten oder ob diese Aktionen vom damaligen Premier Jean-Claude Juncker autorisiert waren. In erster Instanz waren die Angeklagten freigesprochen worden.

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