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Foto aus "Luxusburg" sorgt für Entrüstung: Bäckerei entschuldigt sich fürs Wegwerfen von Broten
Das Bild stammt aus einer Bäckerei in der Fußgängerzone der Oberstadt.

Foto aus "Luxusburg" sorgt für Entrüstung: Bäckerei entschuldigt sich fürs Wegwerfen von Broten

Foto: Facebook
Das Bild stammt aus einer Bäckerei in der Fußgängerzone der Oberstadt.
Lokales 25.04.2016

Foto aus "Luxusburg" sorgt für Entrüstung: Bäckerei entschuldigt sich fürs Wegwerfen von Broten

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Eine Mülltonne mit Altbrot: Dieses Foto vor einer Bäckerei in Luxemburg-Stadt sorgte am Montag auf Facebook für Entrüstung. Die Bäckerei hat sich inzwischen entschuldigt.

(vb/ks/TJ) – Ein Facebook-Foto, das eine Mülltonne voller appetitlich aussehender Brotlaibe vor einer Bäckerei in der Oberstadt von Luxemburg zeigt, hat am Montag für Furore auf Facebook gesorgt. Nun meldet sich die betroffene Bäckerei "Cathy Goedert" zu Wort.

Das Wegwerfen der Brote - die übrigens nicht mehr verzehrbar gewesen seien - sei auf die Nachlässigkeit eines Mitarbeiters zurückzuführen. "Wir tolerieren auf gar keinen Fall, was passiert ist", heißt es in der Pressemitteilung. Brot, das nicht mehr verkäuflich sei, werde an Mitarbeiter oder Obdachlose verteilt. "Wir haben die notwendigen Maßnahmen ergriffen, damit sich dieser Einzelfall nicht wiederholt."

In einem Kommentar auf ihrer Internetseite präzisierte die Bäckerei, das Brot sei mehrere Monate lang als Dekomaterial genutzt worden.

Auf Facebook hatte ein Nutzer am Sonntag diesen Schnappschuss (siehe Foto links) gepostet: Vor dem Geschäft in der Rue Chimay stand die besagte Mülltonne, prallvoll mit Broten. Auf dem Foto sieht das Brot aus, als habe es vor kurzem noch im Regal gelegen. „... An d'Strummerten hunn näischt ze bäissen“, ist einer der Kommentare.

Auf freiwilliger Basis

Wie das Gesundheitsministerium auf Nachfrage hin bestätigte, gibt es in Luxemburg keine Gesetzgebung, die das Wegwerfen von Lebensmitteln verbietet. Große Supermarktketten hätten auf freiwilliger Basis mit Hilfsorganisationen Abkommen getroffen, um nicht mehr verkäufliche, aber noch brauchbare Nahrungsmittel zu verwerten. Dies sei bei kleineren Betrieben schwieriger, weil es in jedem Fall möglich sein muss,  die Lieferkette nachzuvollziehen.


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