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Forste und Feuchtzonen für die Nordstrooss
Die extensive Beweidung – im Bild die Ieweschtwiss in Lintgen – ist eine Vorbedingung für die Schaffung einer Feuchtzone.

Forste und Feuchtzonen für die Nordstrooss

Foto: Pierre Matgé
Die extensive Beweidung – im Bild die Ieweschtwiss in Lintgen – ist eine Vorbedingung für die Schaffung einer Feuchtzone.
Lokales 14.09.2018

Forste und Feuchtzonen für die Nordstrooss

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
21 Jahre ist es her, seit das großherzogliche Reglement betreffend die Kompensationsmaßnahmen für den Bau der Nordstrooss angenommen wurde. Noch sind nicht alle Projekte umgesetzt, doch die Ressortminister sind guter Dinge.

„Bevor die Tram fuhr, waren alle Kompensationsmaßnahmen realisiert. Bei der Nordstrooss war dies leider nicht der Fall“, sagte gestern François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, bei der Präsentation der Aktionen, die im Alzettetal, zwischen Lorentzweiler und Lintgen, vorgesehen und zum Teil bereits umgesetzt sind.

Die Kompensationsmaßnahmen für die Nordstrooss begreifen insbesondere den Wildwechsel, den Bau von Brücken für Kleinwild, die Wiederaufforstung, das Schaffen einer Feuchtzone im Alzettetal sowie die Aufwertung des Mamertals. Das Gesamtbudget liegt bei 21 Millionen Euro; 15,3 Millionen sind laut Minister Bausch aktuell schon ausgegeben, davon 5 Millionen für Gelände, die der Aufforstung dienen. 

Extensive Bewirtschaftung

Um eine Feuchtzone im Alzettetal zu schaffen, müssen die Bauern zunächst extensive Landwirtschaft auf einer 55 Hektar großen Gesamtfläche betreiben. „So gesehen, können die Kompensationsmaßnahmen umgesetzt werden, nicht auf Kosten der Landwirte, sondern dank der Zusammenarbeit mit ihnen“, sagte Landwirtschaftsminister Fernand Etgen. 


Noch sind nicht alle Schäden, die durch den Bau der "Nordstrooss" an der Natur entstanden sind, behoben.
Kompensierungsmaßnahmen für die „Nordstrooss“: Es fehlt an Flächen
Für den Bau der „Nordstrooss“ muss der Staat an anderer Stelle Kompensierungsmaßnahmen durchführen. Bisher besitzt er jedoch nicht einmal die dafür erforderlichen Flächen.

In der Ieweschtwiss in Lintgen, die am Freitag im Mittelpunkt des Interesses stand, sind des Weiteren ein Naturentdeckungspfad und ein Beobachtungsturm, von wo aus die Vogelwelt observiert werden kann, geplant

22 Hektar stehen derweil für die extensive Bewirtschaftung zwischen Schwunnendall und Prettingen im Mamertal zur Verfügung.

Artenvielfalt verbessert

Im Hinblick auf die Verwirklichung dieser Maßnahmen, hat der Staat bislang insgesamt 100 Hektar Land gekauft. Zudem wird aktuell ein Flurneuordnungsprojekt durchgeführt, das die Interessen der Eigentümer und der Landwirte unter einen Hut bringt. Der größte Teil der Ackerflächen wird extensiv bewirtschaftet. Hierdurch wird auch die Artenvielfalt verbessert, wie Umweltministerin Carole Dieschbourg betonte.


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