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Forschung: Waschbären gesucht
Lokales 26.11.2015 Aus unserem online-Archiv

Forschung: Waschbären gesucht

Kuscheltier oder Problembär? Dem Waschbären geht's in Luxemburg prächtig.

Forschung: Waschbären gesucht

Kuscheltier oder Problembär? Dem Waschbären geht's in Luxemburg prächtig.
Foto: Claire Thill
Lokales 26.11.2015 Aus unserem online-Archiv

Forschung: Waschbären gesucht

Das Museum für Naturgeschichte ist auf der Suche nach toten Waschbären, dies im Rahmen eines Forschungsprogrammes. Die Tiere sind seit den 70er Jahren in Luxemburg heimisch geworden.

(jag) - Das Nationalmuseum für Naturgeschichte ist auf der Suche nach Waschbären, in diesem Fall werden tote Exemplare bevorzugt. Wer also ein totes Exemplar auffindet, zum Beispiel nach der Kollision mit einem Auto, sollte das Museum informieren. Ein Mitarbeiter holt das Tier dann ab.  

Die Tiere und ihre Parasiten werden für Forschungszwecke untersucht, unter anderem will man mehr über die genetische Vielfalt der Waschbären erfahren. Das Tier, das ursprünglich in Nordamerika beheimatet ist, hat sich seit den 30er Jahren  bei unseren deutschen Nachbarn eingebürgert und sich dort stark vermehrt. In Luxemburg wurde das Tier zum ersten Mal in der 70er Jahren nachgewiesen, vor allem im Norden des Landes gibt es größere Bestände. Pro Jahr werden rund 300 dieser Tiere erlegt.

Waschbären passen sich perfekt an die europäische Umwelt an. "Sie suchen zudem die Nähe von Stadtgebieten auf und leeren dort die Mülleimer. In der freien Wildbahn können sie heimischen Bodenbrütern schaden, dies wegen ihrer Vorliebe für Eier", so Dr. Natalia Osten-Sacken vom Museum für Naturgeschichte. Trotz ihres putzigen Aussehens sind Waschbären aber keine Streicheltiere sondern eher Problembären. Sie können kräftig zubeißen. Jeder Kontakt mit Wildtieren sollte deshalb gemieden werden.    



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