Fondatioun Kriibskrank Kanner: Der Kampf geht weiter
Fondatioun Kriibskrank Kanner: Der Kampf geht weiter
(flo/che) - Eine Krebserkrankung ist schlimm. Noch schlimmer aber ist es, wenn Kinder daran erkranken – oder der unheilvollen Erkrankung sogar erliegen. Konkret bedeutet das für Luxemburg: Im vergangenen Jahr sind sechs Kinder an Krebs gestorben, wie die Fondatioun Kriibskrank Kanner am Mittwoch mitteilte.
Von psychosozialer und pädagogischer Betreuung sowie finanzieller Unterstützung bis hin zur Bewältigung des Haushalts: Die Fondatioun Kriibskrank Kanner steht betroffenen Familien mit Rat und Tat zur Seite. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 197, davon 38 Neuzugänge.
Hatte die Stiftung im vergangenen Jahr noch mehr Unterstützung seitens des Gesundheitsministeriums gefordert, sieht die Sache nun schon optimistischer aus, wie Anne Goeres, Direktorin der Stiftung, erklärt: „Es kam zu einem positivem Austausch – und langsam aber stetig geht es tatsächlich voran.“ Isabelle Kieffer, Onkologin im Centre hospitalier de Luxembourg (CHL), gibt Beispiele: „Wir haben nun bereits eine Stelle mit einem auf Kinderkrebs spezialisierten Krankenpfleger in der Kannerklinik durchsetzen können.“
Positive Entwicklung bei der Forschung
Bis zum Aufbau eines spezialisierten Krebszentrums in Luxemburg dauere es wahrscheinlich noch, doch sei dies zumindest ein Anfang. Und so gehe der Kampf weiter, sagt Kieffer. Positive Entwicklungen sehen die Verantwortlichen aber auch bei der Forschung für Medikamente gegen Krebs, die speziell für Kinder entwickelt werden sollen. Auf europäischer Ebene soll eine Plattform dazu beitragen, den Austausch zwischen Ärzten, Pharmaindustrie und Patientenvertretern voranzutreiben.
Doch zurück nach Luxemburg und zu den Zielen für dieses Jahr: Das Kind und seine Bedürfnisse sollen wieder in den Vordergrund gerückt werden. Die Stiftung bietet seit Anfang des Jahres therapeutische Exkursionen nach Finnland an. Unter anderem tiergestützte Therapie soll dabei helfen, den Kindern Lebensmut und Selbstwertgefühl zurückzugeben. Abseits des hektischen Alltags sollen die Kinder so die Gelegenheit bekommen, wieder Kraft zu sammeln – gegen den Krebs und für die Genesung.

