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Fondation Solina: Zusammenschluss, um Menschen zu stärken
Lokales 2 Min. 06.11.2019

Fondation Solina: Zusammenschluss, um Menschen zu stärken

Die Stifung Solina hilft vor allem jungen Menschen in schwierigen Lagen dabei, ein eigenständiges Leben führen zu können.

Fondation Solina: Zusammenschluss, um Menschen zu stärken

Die Stifung Solina hilft vor allem jungen Menschen in schwierigen Lagen dabei, ein eigenständiges Leben führen zu können.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 06.11.2019

Fondation Solina: Zusammenschluss, um Menschen zu stärken

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Die gemeinnützigen Vereinigungen Jongenheem, Aarbeschtshëllef und Solidarité Jeunes machen jetzt offiziell gemeinsame Sache: Unter dem Namen Fondation Solina unterstützen sie Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Menschen stark machen - das ist das Ziel der Fondation Solina. Die neue Stiftung verknüpft drei gemeinnützige Vereine miteinander: Jongenheem, Aarbeschtshëllef und Solidarité Jeunes.  Sie haben sich zusammengeschlossen, um vor allem Jugendliche, aber auch Erwachsene in schwierigen Situationen besser unterstützen zu können. 

"Manche können aus den unterschiedlichsten Gründen nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. In Heimen, aber auch in Familien gibt es beispielsweise junge Menschen, die auch mit 18 Jahren nicht auf sich alleine gestellt leben können. Ihnen fehlt vielleicht der Rückhalt der Familie", erklärt der Präsident von Solina Marco Wagener bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.  

Bessere Betreuung

Betroffene wurden bisher auf ihrem Lebensweg von Jongenheem, Aarbeschtshëllef und Solidarité Jeunes unterstützt - und das wird auch weiterhin so bleiben. Nur, dass das von nun an unter dem Dach der Stiftung Solina geschieht. Davon erhoffen die Verantwortlichen sich einen fließenderen Austauch über die Situationen der Betroffenen und dadurch eine bessere Betreuung. 

Marco Wagener (dritter von links) ist der Präsident der neu gegründeten Fondation Solina.
Marco Wagener (dritter von links) ist der Präsident der neu gegründeten Fondation Solina.
Foto: Guy Jallay

"Manchmal sind Eltern mit dem Verhalten eines Kindes überfordert. In den einen Fällen bietet sich dann eine Gruppentherapie an, in anderen eher einzelne Therapiestunden. Vielleicht merkt man aber auch, dass das Kind besser außerhalb der Familie in einem Heim aufgehoben ist. Das muss nicht heißen, dass es für immer dort bleibt, möglicherweise nur für sechs Monate, vielleicht geht es aber auch nur während der Ferien nach Hause", erklärt Jean Schoos, der Schatzmeister von Solina. Als Heranwachsende auf Arbeitssuche können die jungen Menschen später dann zuerst in einer Werkstatt arbeiten, bevor sie eine Ausbildung machen und in die Berufswelt starten. 

Die Dienste, die diese Menschen in schwierigen Lebenslagen auf ihrem Weg unterstützen, werden von Jongenheem, Solidarité und Aarbeschtshëllef angeboten - einzelne Puzzlestücke, die sich nun zu einem Ganzen zusammenfügen: Solina. Die einzelnen Vereinigungen werden trotzdem weiter bestehen bleiben, nur dass sie künftig mit dem Zusatz Solina in ihrem Namen agieren. "Die Aktion Aalt Gezäi, die schon seit langem jedes Jahr von Jongenheem organisiert wird, wird so beispielsweise künftig von Jongenheem - Solina organisiert", erklärt Präsident Marco Wagener. 

Die neue Stiftung finanziert sich durch staatliche Unterstützung, die Einnahmen des Centre d’Insertion et de Réinsertion professionnelle (CIRP) in Bartringen von Jongenheem und durch Spenden. Mehr Information gibt es hier. 


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