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Fondation Cancer: Höhere Tabakpreise sollen Raucher abschrecken
Lokales 01.03.2016

Fondation Cancer: Höhere Tabakpreise sollen Raucher abschrecken

Lokales 01.03.2016

Fondation Cancer: Höhere Tabakpreise sollen Raucher abschrecken

Kerstin SMIRR
Kerstin SMIRR
Die Zahl der Raucher ist in den vergangenen Jahren nicht zurückgegangen. Die Fondation Cancer plädiert daher für höhere Tabakpreise. Besorgt ist sie zudem über die vielen jugendlichen Shisha-Raucher.

(ks) - Jeder fünfte Luxemburger greift regelmäßig zur Zigarette. Dies zeigt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Ilres, die die Fondation Cancer in Auftrag gegeben hat. Demnach rauchten im vergangenen Jahr 98.490 Einwohner des Großherzogtums, davon 70.350 regelmäßig.

Seit drei Jahren liegt der Anteil der Raucher in der Bevölkerung auf dem gleichen Niveau. Somit hat das Rauchverbot in Cafés und Restaurants auch im zweiten Jahr nach seiner Einführung nicht bewirkt, dass mehr Menschen auf die Zigarette verzichten.

„Neben einem verbesserten Angebot zur Tabakentwöhnung sollte man hierzulande unbedingt auch über eine konsequente Preiserhöhung der Tabakprodukte nachdenken. Denn das ist die wirksamste Methode, um langfristig den Zigarettenkonsum zu senken“, meint Lucienne Thommes, Direktorin der Fondation Cancer.

Shisha-Rauchen im Trend

Besorgniserregend sei zudem, dass immer mehr junge Menschen Shisha rauchen. Bei den 15- bis 24-Jährigen liegt der Anteil bei 24 Prozent (plus vier Prozent im Vergleich zu 2014), bei den 25- bis 34-Jährigen bei acht Prozent (plus zwei Prozent). Für die Altersgruppen ab 35 Jahren sind die Zahlen vernachlässigenswert.

Die Fondation Cancer befürchtet, dass viele Jugendliche über die Shisha zum Zigarettenrauchen gelangen. Daher sei hier mehr Prävention notwendig. Zudem sei bereits das Shisha-Rauchen gesundheitsgefährdend.

Vor allem junge Menschen rauchen

Die Studie zeigt zudem, dass das Rauchen insbesondere bei jüngeren Menschen beliebt ist, wie in der folgenden Grafik zu sehen ist:

Die E-Zigarette sei ein Randphänomen, meint die Fondation Cancer. Rund 5.000 Personen nutzten sie, 83 Prozent von ihnen zusätzlich zur Zigarette. Weitere acht Prozent verwenden E-Zigaretten ohne, sieben Prozent mit Nikotin. Die Fondation Cancer begrüßt, dass durch ein Gesetzesprojekt die E-Zigarette der Tabakzigarette gleichgestellt werden soll. Dies bedeutet, dass das Rauchverbot für die E-Zigarette an allen Orten gelten wird, an denen es bereits für die Tabakzigarette besteht.

Die Hälfte aller Raucher wollen ihre Last bald ablegen und 20 Prozent möchten weniger rauchen. Rund 30 Prozent planen nicht, in nächster Zukunft etwas an ihren Gewohnheiten zu ändern.

An der Umfrage nahmen 3.746 Einwohner ab 15 Jahren teil.

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