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Flüchtlingsdebatte : Steinforter Parteien melden sich zu Wort
Hinter dem „Park & Ride“ in Steinfort sollte die Struktur für Flüchtlinge 
errichtet werden.

Flüchtlingsdebatte : Steinforter Parteien melden sich zu Wort

FOTO: LUC EWEN
Hinter dem „Park & Ride“ in Steinfort sollte die Struktur für Flüchtlinge 
errichtet werden.
Lokales 12.04.2017

Flüchtlingsdebatte : Steinforter Parteien melden sich zu Wort

Luc EWEN
Luc EWEN
Die drei Parteien im Steinforter Gemeinderat finden die Berichterstattung in Medien und sozialen Netzwerken verwirrend. Deshalb stellen sie klar, dass sie eine Flüchtlingsstruktur unterstützen,... aber unter Bedingungen.

L.E. - „Angesichts der augenblicklich, kriegsbedingten, unermesslichen humanitären Katastrophe und Missachtung der Menschenrechte, die Hunderttausende von Menschen aus ihren jeweiligen Heimatländern vertreibt, muss unsere Gemeinde ihre Verantwortung übernehmen.“ Mit diesem Bekenntnis meldeten sich gam Mittwoch alle drei Parteien, die im Steinforter Gemeinderat vertreten sind – etwas ungewohnt, denn nur mit einer Stimme – zu Wort.

Informationen aus Presse und sozialen Medien hätten „unnötige Verwirrung“ gestiftet. Deshalb wollten CSV, DP und LSAP in Einigkeit ihren gemeinsamen Standpunkt zur angedachten Flüchtlingsstruktur klarstellen. Man sei willens, die Regierung in Sachen Flächennutzungsplan zu unterstützen. Dies, um 100 neu ankommende Flüchtlinge in einer Betreuungsstruktur aufnehmen zu können.

Unterstützung ja, aber....

Die drei Parteien vertreten die Meinung, diese Zahl sei im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung „ganz und gar vernünftig“. Die drei Parteien würden einer provisorischen Baustruktur allerdings eine dauerhafte Struktur vorziehen. Dies unter der Bedingung, dass sich hier eine „sozial-gemischte Einwohnerschaft“ niederlassen könnte.

Die drei Parteien sprechen sich zudem einstimmig für die Einschulung der Flüchtlingskinder in die hiesige Schulorganisation aus. Abschottung und Isolation sollen verhindert und zwischenmenschliche Beziehungen unter Einbeziehung der lokalen Gemeinschaft gefördert werden. Zudem fordern die drei Parteien u. a. vereinfachte Rechtswege, um den Flüchtlingen „vernünftige Beschäftigungen auf Basis des Ehrenamtes“ zu erlauben.


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