Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Flüchtling aus dem Irak: Krebskranker Raed hofft in Luxemburg auf Hilfe
Lokales 2 Min. 14.01.2016

Flüchtling aus dem Irak: Krebskranker Raed hofft in Luxemburg auf Hilfe

Zwei Monate nach seiner Ankunft im Foyer Lily Unden in Limpertsberg kollabierte Raed. Die Ärtze stellten fest, dass der Krebs unter anderem seine Blase, seine Niere und seine Lunge befallen hat.

Flüchtling aus dem Irak: Krebskranker Raed hofft in Luxemburg auf Hilfe

Zwei Monate nach seiner Ankunft im Foyer Lily Unden in Limpertsberg kollabierte Raed. Die Ärtze stellten fest, dass der Krebs unter anderem seine Blase, seine Niere und seine Lunge befallen hat.
Foto: Ali Sahib
Lokales 2 Min. 14.01.2016

Flüchtling aus dem Irak: Krebskranker Raed hofft in Luxemburg auf Hilfe

Der Iraker Raed lebt als Flüchtling im Großherzogtum. Er wartet derzeit darauf, dass ihm eine Spezialbehandlung gegen seine Krebserkrankung gewährt wird. Seine Geschichte erzählt Ennas Al Sharifi, eine irakische Asylbewerberin in Luxemburg.

(ks) - Die irakischen Flüchtlinge Ennas Al Sharifi und Hind Alharby berichten alle zwei Wochen auf der englischsprachigen Webseite von wort.lu über das Leben von Asylbewerbern in Luxemburg. In dieser Woche stellt uns Ennas Raed vor, einen Mann aus dem Irak, der mit einer lebensgefährlichen Krebserkrankung und der Hoffnung auf medizinische Hilfe vor vier Monaten ins Großherzogtum kam.

Raed war bereits vor vier Jahren wegen einer Krebserkrankung im Irak behandelt und vorerst geheilt worden. Doch kam die Krankheit vor einigen Monaten zurück. Raed geht davon aus, dass sie auf eine atomare Verstrahlung zurückzuführen ist.

Raed im Krankenhaus in Luxemburg.
Raed im Krankenhaus in Luxemburg.
Foto: Ali Sahib

Im Irakkrieg 2003 setzten Großbritannien und die USA Uranmunition ein. Die Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung sind umstritten. Während in betroffenen Gebieten hohe Strahlenwerte gemessen werden und die Bürger die Folgen direkt zu spüren bekommen, durch eine hohe Zahl an Krebserkrankungen und Missbildungen bei Neugeborenen, streiten Amerikaner und Briten einen Zusammenhang zum Einsatz von Uranmunition ab.

Weil er eine notwendige Operation nicht bezahlen konnte, nachdem sein Auto, das er für seinen Job als Taxifahrer benötigte, einem Bombenangriff zum Opfer gefallen war, entschied sich Raed dazu, sich auf den Weg nach Europa zu machen. Seine Familie unterstützte ihn finanziell dabei.

Zwei Monate nach seiner Ankunft in Luxemburg kollabierte Raed. Die Ärzte stellten fest, dass der Krebs gestreut hatte, mehrere Organe sind betroffen. Raed hofft darauf, dass er von der Immigrationsbehörde die Erlaubnis erhält, sich in Frankreich einer speziellen Therapie zu unterziehen. Und er hofft darauf, seine Familie noch einmal zu sehen. "Ich habe Angst davor zu sterben und ich bin weit weg von meiner Familie und den Menschen, die ich liebe. Ich möchte sie gerne sehen, selbst wenn es das letzte Mal sein sollte."

Lesen Sie den gesamten Bericht von Ennas Al Sharifi auf unserer englischsprachigen Internetseite www.wort.lu/en. An dieser Stelle finden Sie das Dossier mit allen Artikeln von ihr und Hind Alharby. Sie arbeiteten bereits im Irak als Journalistinnen. Sie werden unterstützt von Fotograf Ali Sahib, dem Mann von Ennas.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema