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Fluchtfahrer droht Anklage wegen versuchter Tötung
Lokales 13.11.2019

Fluchtfahrer droht Anklage wegen versuchter Tötung

Der Mann hatte während seiner Flucht einen Polizeibeamten angefahren.

Fluchtfahrer droht Anklage wegen versuchter Tötung

Der Mann hatte während seiner Flucht einen Polizeibeamten angefahren.
Foto: Polizei
Lokales 13.11.2019

Fluchtfahrer droht Anklage wegen versuchter Tötung

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Am Dienstag lieferte sich ein Autofahrer eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit der Polizei. Die Staatsanwaltschaft will nun wegen versuchter Tötung ermitteln.

Nach der Verfolgungsjagd auf der Autobahn A4 am Dienstagnacht will die Staatsanwaltschaft gegen den Fluchtfahrer und seine Beifahrerin wegen versuchter Tötung und Körperverletzungen und Widerstand gegen die Staatsgewalt ermitteln. Dies teilt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf LW-Nachfrage mit. Der Mann hatte bei seiner Flucht unter anderem einen Polizeibeamten angefahren und leicht verletzt.

Die beiden Personen sollen noch im Laufe des Mittwochs vom Untersuchungsrichter vernommen werden. Dem Richter obliegt es, dann zu entscheiden, welche Punkte zurückbehalten werden - und ob die Beschuldigten in Untersuchungshaft untergebracht werden, wie es die Staatsanwaltschaft fordert.


Verfolgungsjagd und Schüsse auf der A4
Es war eine filmreife Verfolgungsjagd, die die Polizei sich am Dienstagabend mit einem Autofahrer liefern musste.

Der Fahrer, der während der Flucht von einem Polizeibeamten ins Bein geschossen wurde, befindet sich zurzeit noch im Krankenhaus. Seine Vernehmung findet deshalb auch dort statt. Die Generalinspektion der Polizei hat indes interne  Ermittlungen wegen des Gebrauchs der Schusswaffe eingeleitet.

Beweggründe unklar

Die Hintergründe der Flucht sind bislang unklar. Der Fahrer hatte am Dienstag gegen 21 Uhr mit seinem weißen Mercedes in der Route d'Esch eine rote Ampel überfahren. Als eine Polizeistreife ihn stoppen wollte, drückte er auf das Gaspedal und raste Richtung Oberstadt.

Dort wendete das Fahrzeug und raste weiter in Richtung der Hauptstadtviertel Merl-Belair, überfuhr mehrere rote Ampeln und ignorierte sämtliche Polizeisperren.

Schließlich bog der Mann in Hollerich in die Rue Bouillon ein. In falscher Fahrtrichtung raste das Fahrzeug auf die Autobahn A 4.

Die Strecke wurde schnellstmöglich gesperrt. Polizeibeamte bezogen in der Höhe von Steinbrücken Stellung, versperrten den Weg.

Der Fahrer fuhr auf die Sperre zu, versuchte, das Auto zu wenden. Er rammte einen Polizeiwagen, fuhr einen Polizeibeamten an, verletzte ihn leicht. Dann fielen Schüsse. Einer der Beamte hatte seine Waffe auf das Fahrzeug gerichtet. Dabei wurde der Mann ins Bein getroffen. Die Beifahrerin blieb unverletzt.

Er setzte die Flucht noch fort - wurde allerdings wenig später von zwei Polizeiwagen ausgebremst. Die beiden Fahrzeuginsassen - ein Mann und eine Frau - wurden verhaftet.

Wegen der Ermittlungen blieb der Streckenabschnitt blieb bis zum Mittwochmorgen gesperrt.




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