Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Fluchtfahrer aus Untersuchungshaft entlassen
Lokales 23.04.2018

Fluchtfahrer aus Untersuchungshaft entlassen

Bei dem Unfall kam ein Polizist ums Leben, eine Beamtin schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Fluchtfahrer aus Untersuchungshaft entlassen

Bei dem Unfall kam ein Polizist ums Leben, eine Beamtin schwebt weiterhin in Lebensgefahr.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 23.04.2018

Fluchtfahrer aus Untersuchungshaft entlassen

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Am 14. April war es bei einer Verfolgungsjagd zu einem Unfall zwischen zwei Polizeifahrzeugen gekommen, bei der ein Polizist starb. Der Fluchtfahrer wurde am Montag aus der Untersuchungshaft entlassen. Ermittelt wird nun auch gegen den Fahrer des Polizeibusses.

Der Fahrer, der sich in der Nacht zum 14. April einer Polizeikontrolle entziehen wollte und dadurch eine Verfolgungsjagd der Polizei auslöste, bei der ein Beamter starb und eine weitere Polizistin so schwer verletzt wurde, dass sie weiterhin in Lebensgefahr schwebt, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft aus Diekirch am Montag mit.


Bei dem Unfall nach einer Verfolgungsjagd kam ein Polizist ums Leben, eine Beamtin wurde schwer verletzt, drei weitere Polizisten leicht.
Polizist stirbt bei Verfolgungsjagd: Fluchtfahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt
Am Samstag endete eine Verfolgungsjagd für einen Polizisten tödlich. Gegen den mutmaßlichen Fluchtfahrer wird nun unter anderem Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.

Wie es in der Mitteilung heißt, hätten die mit den Ermittlungen befassten Personen in der vergangenen Woche alle Zeugen, die zur Aufklärung des Unfalls beitragen könnten, gehört. Eine Unterbringung in Untersuchungshaft des Fahrers sei demnach nicht mehr begründet.

In der vergangenen Woche sei die Ermittlung zudem auf den Polizisten, der den Polizeibus fuhr, ausgeweitet worden. Bei der Verfolgungsjagd war es zu einem Unfall zwischen einem Polizeiwagen, der auf der N7 wendete, und einem Polizeibus gekommen. Dabei war ein Beamter verstorben, eine Polizistin so schwer verletzt worden, dass sie sich immer noch in Lebensgefahr befindet.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Acht Monate nach Lausdorn und Bonneweg
241 Tage sind vergangen, seit es binnen drei Tagen jeweils ein Todesopfer bei zwei Polizeieinsätzen gab. Die Öffentlichkeit wird darüber auch nach acht Monaten noch immer im Unklaren gelassen.
11. April 2018, Bonneweg: Nachdem ein Polizist mehrere Schüsse auf den Fluchtfahrer abgegeben hatte, war der Wagen an einem Baum zum Stehen 
gekommen. Der 51-jährige Fahrer erliegt kurze Zeit später seinen Verletzungen.
Eigensicherung als Mantra
Fast täglich versuchen Autofahrer, sich Polizeikontrollen zu entziehen, so auch beim Blitzermarathon. Wie die Polizisten im Ernstfall auf eine solche Situation reagieren, müssen sie selbst einschätzen.
Blitzer-Marathon der Police, Polizei, Grand-Ducale, N13, Frisange, le 18 avril 2018. Photo: Chris Karaba
Anwalt: „simplistisch und rechtlich falsch“
„Mein Mandant fühlt sich moralisch schuldig, ist aber wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung rechtlich nicht zu belangen“, sagt der Anwalt des Mannes, der durch seine Flucht vor einer Kontrolle für den Tod eines Polizeibeamten verantwortlich gemacht wird.
Collision entre deux voitures de police - Weiswampach - Photo :  Pierre Matgé
Sekundenbruchteile mit Folgen
Der tragische Unfall am Samstagmorgen ist mehr als nur eine Verkettung unglücklicher Umstände. Doch von einer Verurteilung des mutmaßlichen Verantwortlichen ist die Justiz noch weit entfernt.
Collision entre deux voitures de police - Weiswampach - Photo :  Pierre Matgé