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"Fleißige" Einbrecher vor Gericht
Lokales 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

"Fleißige" Einbrecher vor Gericht

Lokales 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

"Fleißige" Einbrecher vor Gericht

Vor dem Bezirksgericht Luxemburg wird dieser Tage vier jungen Männern der Prozess gemacht, die mit über 100 Einbrüchen in Privathäuser im Süden, Westen und Osten des Landes in Verbindung gebracht werden. Zweifelsfrei nachgewiesen werden können der Bande allerdings nur 67 Einbrüche, die bis Juli 2010 begangen wurden. Den Männern drohen bis zu 15 Jahre Haft.

(gs) - Vor dem Bezirksgericht Luxemburg wird dieser Tage vier jungen Männern der Prozess gemacht, die mit über 100 Einbrüchen in Privathäuser im Süden, Westen und Osten des Landes in Verbindung gebracht werden. Zweifelsfrei nachgewiesen werden können der Bande allerdings nur 67 Einbrüche, die bis Juli 2010 begangen wurden. Den Männern drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Die Beschuldigten sind nur zum Teil geständig: Manche Einbrüche geben die Angeklagten ohne Umwege zu, andere streiten sie kategorisch ab. An viele können sie sich aber auch einfach nicht erinnern.

Bei ihrem Streifzug durch das Großherzogtum waren die Angeklagten in Sanem, Zolver, Dahlem, Bettemburg, Bad Mondorf und Mensdorf aktiv, um nur einige der Tatorte zu nennen. Weil sie vor Gericht aber nicht alle Einbrüche auf ihre Kappe nehmen wollen, gestaltet sich der Prozessverlauf verhältnismäßig zäh, die Befragungen vor Gericht sind entsprechend langwierig.

Jede Tat wird neu aufgerollt

So muss fast jede einzelne Tat vor dem Richterpult durchgekaut werden, auch um die Teilnahme eines jeden der vier Beschuldigten genau bestimmen zu können. Denn die Angeklagten, so viel steht fest, sind zwar bei ihren Beutezügen jedes Mal auf die gleiche Art und Weise vorgegangen, die Aufgabenverteilung war dabei aber nicht immer dieselbe.

Im Vorfeld vergewisserten sie sich jeweils, dass ihr Zielobjekt zur Tatzeit auch verlassen, sprich die Einwohner außer Haus waren. Dann hebelten sie in allen Fällen ein Fenster auf und machten sich zu zweit oder dritt im Innern der Gebäude auf die Suche nach Wertgegenständen. Im Visier hatten sie in der Regel Schmuck, in der Hauptsache Gold. Der Vierte oder Dritte im Bunde wartete in einem Auto in der Nähe der Häuser.

Aufmerksame Bürger überführen Serieneinbrecher

Gefasst werden konnte die Bande im Juli 2010, dies dank Hinweisen aus der Bevölkerung. In Dahlem hatten Anwohner im Februar 2010 ein verdächtiges Fahrzeug der Polizei gemeldet. In Mensdorf waren Bürgern drei Personen aufgefallen, die mit einer Plastiktüte aus einem Haus kamen. Auch anderenorts war das Fluchtfahrzeug wiederholt gesichtet worden, anhand des Kennzeichens konnte die Polizei schließlich einen der vier Angeklagten als Fahrzeughalter ausmachen.

Die Ermittlungen konzentrierten sich in der Folge auf das Umfeld dieses Mannes. Mobiltelefonortungen taten ihr Übriges, sodass die Bande im Juli 2010 gestellt und verhaftet werden konnte.

Das Verfahren soll am Mittwochnachmittag fortgesetzt werden.