Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Feuerwehrwagen zerstört - stundenlange Löscharbeiten
Lokales 30 3 3 Min. 26.07.2019

Feuerwehrwagen zerstört - stundenlange Löscharbeiten

Feuerwehrwagen zerstört - stundenlange Löscharbeiten

Foto: CGDIS
Lokales 30 3 3 Min. 26.07.2019

Feuerwehrwagen zerstört - stundenlange Löscharbeiten

Über Luxemburg-Stadt hingen am Donnerstagnachmittag dunkle Rauchwolken: Bei einem Löscheinsatz auf einem Feld griffen die Flammen auf ein Feuerwehrfahrzeug des CGDIS über - die Insassen konnten sich retten.

(sas/m.r.) - Schwarze Rauchwolken hingen am Donnerstag kurz vor 14.30 Uhr über Luxemburg-Stadt: An der Rue de Hamm war nach Polizeiinformationen kurz zuvor ein Strohballen in Brand geraten. Auf dem Feld befanden sich mehrere solcher Ballen und viel geschnittenes, trockenes Stroh.

Die Feuerwehr versuchte der Lage Herr zu werden, was aber wegen der Dürre und des Windes nicht gelang - im Gegenteil: Das Feuer sprang auf einen vollbesetzten Einsatzlastwagen über, der von den Flammen trotz aller Bemühungen komplett zerstört wurde. Dies erklärt auch die schwarzen Rauchschwaden, die am Donnerstagnachmittag über die Hauptstadt hinwegzogen. Auf diesem Video sieht man, wie der Wagen ausbrennt. Die Insassen konnten sich retten.

Gegen 15.25 Uhr griffen die Flammen auf ein angrenzendes Waldstück über, Bäume brannten lichterloh. Gegen 15.45 Uhr näherten sich die Flammen einem Haus, allerdings hatten die Einsatzkräfte des Corps grand-ducal d'incendie et de secours (CGDIS) die Situation schnell wieder unter Kontrolle.

Kurze Zeit später kamen ein Polizeihelikopter und eine Drone des CGDIS zum Einsatz, um die Brandbekämpfung aus der Luft zu koordinieren. Er landete kurz, stieg dann aber wieder in die Höhe, um eventuelle Brandherde zu identifizieren. Immer mehr Flammen griffen gegen 16.10 Uhr auf den Wald in Richtung der N2 über. Wegen eines Hanges gestalteten sich die Löscharbeiten des CGDIS dort als schwierig.

Um die Sicherheit der Feuerwehrleute zu gewährleisten wurden der "Soutien sanitaire" und der medizinische Direktor des CGDIS entstand, um den Einsatzkräften vor Ort beizustehen. Die ohnehin schon hohen Temperaturen und die körperliche Anstrengung, die die Feuerwehrleute leisten mussten, um der Flammen Herr zu werden, führten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bei einigen Einsatzkräften zur Hitzeerschöpfung. Laut Paul Schroeder wurden zwei Feuerwehrmänner ohnmächtig. Sie wurden vor Ort notversorgt, es musste jedoch niemand hospitalisiert werden.

Zur Verstärkung war ebenfalls ein schwerer Tankwagen der Flughafenfeuerwehr abbestellt worden. Mit dessen Löschkanone konnte man größere Mengen Wasser in das Waldstück spritzen, wie dieses Video zeigt.

Auch um 17 Uhr brannte es im Wald noch. Zu diesem Zeitpunkt verkündetet der Generaldirektor  des CGDIS, Paul Schroeder, dass die Löscharbeiten wohl noch einige Stunden andauern werden. Ein besonderes Augenmerk galt dem Schutz der Tankstellen, die sich in Pulvermühle befinden. Gegen 17 Uhr war der Brand in Richtung der Tankstellen soweit unter Kontrolle.

Um eine ausreichende Wasserversorgung zu garantieren wurden mehrere Wechselladerfahrzeuge mit Abrollbehälter Wasser angefordert. Auch die Landwirte packten kräftig mit an: Sie gruben die Erde um und bewässerten sie, um eine weitere Ausbreitung des Feuers möglichst zu verhindern.

Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Rue de Hamm sowie der Val de Hamm waren bis gegen 18.30 Uhr gesperrt, Umleitungen wurden eingerichtet. Die Bevölkerung wurde dazu aufgerufen, das betroffene Gebiet zu meiden.

Im Einsatz waren die Einsatzkräfte aus Luxemburg-Stadt, Hesperingen, Niederanven, Mertert, Kehlen, Roeserbann, Alebesch, Findel und Lintgen. 60 Feuerwehrleute versuchten, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, 30 weitere wurden zwecks Ablösung alarmiert. Um 19.35 Uhr war die Situation unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten dauerten aber noch länger an.

Auch über Rümelingen waren am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr dunkle Rauchwolken zu sehen, denn in der französischen Grenzortschaft Ottange (F) war ebenfalls ein Brand auf einem Feld ausgebrochen.

Die Einsatzkräfte aus Kayl, Esch/Alzette, Monnerich, Rümelingen, Schifflingen, Bettemburg und Niederkerschen waren zur Unterstützung vor Ort. Trotz Nachfrage gab es keine weiteren Informationen zur Brandursache.

Wegen der großen Rauchentwicklung wurde die Waldschule in Esch/Alzette wegen des Brandes evakuiert - als reine Vorsichtsmaßnahme, wie Luc Schloesser, Pressesprecher der Gemeinde Esch/Alzette auf Nachfrage bestätigte. Es bestand keine Gefahr für die mehr als 150 evakuierten Kinder.

Gegen 18 Uhr war dieser Brand unter Kontrolle.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema