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Feldbrand in Hamm: Eigenhitze wird Einsatzfahrzeug zum Verhängnis
Lokales 1 26.07.2019

Feldbrand in Hamm: Eigenhitze wird Einsatzfahrzeug zum Verhängnis

Das Löschfahrzeug traf während des Flächenbrands in Hamm als eines der ersten ein. Als der Wagen auf das Feld fuhr, entzündete er durch seine Eigenhitze Stroh und geriet in Flammen.

Feldbrand in Hamm: Eigenhitze wird Einsatzfahrzeug zum Verhängnis

Das Löschfahrzeug traf während des Flächenbrands in Hamm als eines der ersten ein. Als der Wagen auf das Feld fuhr, entzündete er durch seine Eigenhitze Stroh und geriet in Flammen.
Foto: CGDIS
Lokales 1 26.07.2019

Feldbrand in Hamm: Eigenhitze wird Einsatzfahrzeug zum Verhängnis

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Während der Löscharbeiten in Hamm brannte am Donnerstag ein Einsatzwagen aus. Erste Erkenntnisse zeigen, wie es dazu kommen konnte.

Ein Flächenbrand sorgte am Donnerstag gegen 14.15 Uhr für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Binnen kürzester Zeit fraßen sich die Flammen durch ein Feld im Hauptstadtviertel Hamm, griffen auch auf ein anliegendes Waldstück über. Erst gegen 23.30 Uhr war das Feuer gelöscht, eine Nachtwache blieb bis in die Morgenstunden vor Ort. Insgesamt 102 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Zu Beginn der Löscharbeiten war auch ein Einsatzwagen des CIS Hesperingen Opfer der Flammen geworden. Das Fahrzeug war eines der beiden ersten vor Ort. Die Rettungskräfte fuhren mit dem Löschwagen auf einen noch nicht abgebrannten Teil des Feldes.

Das Löschfahrzeug brannte vollkommen aus.
Das Löschfahrzeug brannte vollkommen aus.
Foto: Gerry Huberty

Ersten Erkenntnissen zufolge entzündete das durch die Anfahrt und die Hitze erhitzte Fahrzeug daraufhin am Boden liegendes Stroh an seinem hinteren Ende. Die Flammen erfassten den Löschwagen und machten diesen fahruntüchtig. Die Insassen konnten sich in Sicherheit bringen, das Fahrzeug brannte vollkommen aus.

Der Generaldirektor des nationalen Rettungsdienstes Paul Schroeder macht den Einsatzkräften keine Vorwürfe. Sie hätten in einer Stresssituation schnell handeln müssen und seien auf das Feld gefahren. Er spricht von einer situationsbedingten Entscheidung, die sich erst im Nachhinein als falsch erwiesen hat. Der Vorfall soll nun im Detail aufgearbeitet werden.

Gefahr für Leib und Leben

Flächenbrände sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr. „Die Feuer verbreiten sich schnell – besonders der Einfluss des Windes kann sie unberechenbar machen“, betont Schroeder.


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In der Regel sei es deshalb wichtig, die Feuer nicht gegen den Wind zu bekämpfen – vor allem, wenn man sich auf nicht verbranntem Boden befindet. Ansonsten könnten die Flammen sich schnell zur Gefahr für das Leben der Rettungskräfte entwickeln.

Auch das Auskundschaften des Feuers sei wichtig. So kamen beim Brand am Donnerstag auch eine Drohne und der Polizeihelikopter zum Einsatz. Flächenbrände sind hierzulande längst keine Seltenheit mehr. „In den vergangenen Jahren hat die Intensität und Frequenz solcher Brände aufgrund der trockenen Wetterbedingungen deutlich zugenommen“, so Schroeder.

Das Feuer in Hamm breitete sich rasend schnell aus und griff auf ein anliegendes Waldstück über.
Das Feuer in Hamm breitete sich rasend schnell aus und griff auf ein anliegendes Waldstück über.
Foto: Gerry Huberty

Auch am Freitag kam es zu mehreren Vegetationsbränden – unter anderem zwischen Gostingen und Beyren und Drauffelt und Erpeldingen brannten im Laufe des Nachmittags Felder. Die Einsatzkräfte konnte die Flammen allerdings schnell unter Kontrolle bringen.


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