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Feierliches Te Deum - erstmals mit interreligiösem Gebetsmoment
Lokales 14 2 Min. 25.06.2013

Feierliches Te Deum - erstmals mit interreligiösem Gebetsmoment

Lokales 14 2 Min. 25.06.2013

Feierliches Te Deum - erstmals mit interreligiösem Gebetsmoment

Der Nationalfeiertag wurde am Sonntagvormittag mit dem feierlichen Te Deum im Mariendom eröffnet. Erzbischof Jean-Claude Hollerich kündigte dabei einen interreligiösen Gebetsmoment als große Neuerung an.

Von Monique Hermes

Zum Auftakt des traditionellen Te Deum im Mariendom kündigte Erzbischof Jean-Claude Hollerich, der von Abbé Patrick Muller und von Diakon Léon Weber umgeben war, am Sonntag erstmals einen interreligiösen Gebetsmoment als große Neuerung an, stellte die Vertreter der jüdischen, islamischen und der griechisch-orthodoxen Religionsgemeinschaften vor, bat alle Nichtgläubigen, ihre Wünsche an das Gebet anzuschließen und sagte abschließend, nachdem er dazu aufgerufen hatte, für den Großherzog und seine Familie zu beten: „Prions pour notre pays et sa cohésion!“

Vom Erzbischof von Luxemburg, umgeben von den bereits erwähnten Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften, von Dompfarrer Henri Hamus und von Hofaumônier Fränz Muller, waren Großherzog Henri und Großherzogin Maria-Teresa, Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie, Prinz Louis und Prinzessin Tessy sowie Prinzessin Alexandra auf dem Parvis von Liebfrauen begrüßt und in das mit Blumen in den Nationalfarben geschmückte Gotteshaus geleitet worden, derweil Domorganist Paul Breisch „Paraphrase sur 'Wilhelmus' von Albert Leblanc an der symphonischen Orgel erklingen ließ.

In der Kathedrale hatten die Regierungsmitglieder um Premierminister Jean-Claude Juncker, die Abgeordneten um Kammerpräsident Laurent Mosar, die Mitglieder des Stadtrates um Bürgermeister Xavier Bettel, die Vertreter der Magistratur und des Staatsrates, die in Luxemburg akkreditierten Botschafter, die Mitglieder der großherzoglichen Polizei sowie weitere hohe Beamten, Platz genommen. Im Chor wohnten auch der Abt von Clerf, Dom Michel Jorrot OSB, weitere Vertreter christlicher Kirchen, sowie die Vertreter der patriotischen Vereinigungen der kirchlichen Feierstunde bei.

„Bénis le Grand-Duché du Luxembourg“, betete Großrabbiner Alain Nacache, „guide le gouverneur de ce pays et ses collaborateurs“, hieß es im Bittgebet, vorgetragen von Imam Messouad Atrous, derweil der Priester der griechisch-orthodoxen Kirche, Spyridon Tsekouras, sprach: „Nous te prions pour le Grand-Duc Henri, afin que Tu lui accordes (...) une longue vie pleine de prospérité.“

Sozusagen die Antwort auf diese Bitten lieferten die Chöre der Kathedrale um Antonio Grosu mit „Gloria Patri“ von P. Kayser. „La sagesse est resplendissante, elle est inaltérable“, las Marc Jeck aus dem Buch der Weisheit, bevor „Salus et gloria“ von J. Haydn erklang. „Unissons maintenant nos coeurs et dans une même prière et intercédons ensemble pour notre Grand-Duc Henri et tous les membres de la Famille Grand-Ducale“, mit diesen Worten leitete die bischöfliche Delegierte für Liturgie und Spiritualität, Renée Schmit, nach den von ihr vorgetragenen Fürbitten zum „Domine salvum fac“ von A. Leblanc über, das mit Brio interpretiert wurde.

Nach der „Sonnerie Nationale“ von F. Mertens erklang jener lateinische Lob-, Dank- und Bittgesang, welcher der Feierstunde ihren Namen gibt: „Te Deum laudamus“. Beschlossen wurde der Gesang mit dem stimmigen Satz: „In te Domine speravi“ von M. A. Charpentier, bevor all jene, denen unser Heimatland etwas bedeutet, am Schluss der Feierstunde in die Nationalhymne „Ons Heemecht“ einstimmten.