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Fehler beim Krankentransport

Fehler beim Krankentransport

Foto: Pierre Matgé
Lokales 08.12.2018

Fehler beim Krankentransport

Nach der Fahrt mit einer Privatambulanz verstarb ein 81-jähriger Mann. Fahrer und Firmenchef wurden nun zu Geldstrafen verurteilt.

(str) - Es war ein etwas ungewöhnlicher Prozess: ein Sanitäter und der Firmenchef eines Privatambulanzunternehmens mussten sich vor Gericht verantworten, nachdem ein Mann in einem Rollstuhl während einer Fahrt umgefallen war und Tage später an einem Genickbruch starb.


Der Sanitäter hatte den Rollstuhl nur mit zwei statt mit vier Gurten im Krankenwagen fixiert und es zudem unterlassen, dem Patienten den 
Sicherheitsgurt anzulegen.
Auch der kleinste Fehler zählt
Ein Mann im Rollstuhl fällt bei einem Ambulanztransport auf den Hinterkopf, wenige Tage später ist er tot. Der Fahrer und sein Arbeitgeber müssen sich nun wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Doch so einfach, wie es scheint, ist der Fall dann doch nicht.

Im Prozess war schnell klar, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Sturz und dem Tod des 81-jährigen Mannes nachweisbar war. Allerdings wurden dennoch gravierende Fehler festgestellt. So warf die Staatsanwaltschaft dem Sanitäter vor, den Patienten nicht richtig fixiert zu haben. Zudem beschuldigte ihn die Staatsanwaltschaft, sich nicht bei seinem Arbeitgeber über das korrekte Vorgehen informiert zu haben.

Der damalige Chef sei seinerseits nicht achtsam genug gewesen, als er den Fahrer mit einem Transport in einem Fahrzeug beauftragte, das dieser nicht kannte. Er habe es unterlassen, diesen richtig zu informieren. Der Firmenchef habe es zudem unterlassen, dem Sanitäter die Ordonnanz zu einer Liegendfahrt zu übergeben und den dafür vorgesehenen zweiten Mann bereitzustellen.

Die Richter sahen das offenbar genauso. Deshalb verurteilten sie den Sanitäter zu einer Geldstrafe von 500 Euro und den Firmenchef zu einer Geldbuße in Höhe von 1 000 Euro.


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Sicherheitsgurt anzulegen.