Fastenzeit für das Auto
In der Garage in das warme Auto zu steigen und geradewegs an den gewünschten Ort – bestenfalls bis genau vor die Tür – zu fahren, ist sicherlich die bequemste Möglichkeit, um sich von A nach B zu bewegen. Doch es gibt auch andere Alternativen.
Unter dem Motto „Vëlo, Bus, Zuch, Tram: Alles léist sech kombinéieren!“ wurde am Aschermittwoch und demnach mit Beginn der Fastenzeit die diesjährige Aktion Autofasten gestartet, mit der man auf die unterschiedlichen Alternativen hinweisen möchte.
Mit dieser Kampagne, die noch bis zum 31. März dauert, wollen die Initiatoren – die Luxemburger Katholische Kirche, die CFL und die ErwuesseBildung – und deren Partner, darunter auch andere religiöse Gemeinschaften aus Luxemburg, das Bewusstsein bei den Bürgern stärken, statt der Fortbewegung mit dem eigenen Wagen, vermehrt auf die sanfte Mobilität beziehungsweise den öffentlichen Transport zurückzugreifen und damit einen Teil zum Klimaschutz beizutragen.
Gewohnheiten überdenken
Philippe Herkrath von der Lëtzebuerger Vëlosinitiativ ist beispielsweise davon überzeugt, dass Personen, die während der Aktion ihre Gewohnheiten überdenken und alternative Transportmöglichkeiten nutzen, auch nach Abschluss des Autofastens ihre Wahl für ein umweltfreundlicheres Fortbewegungsmittel bewusster treffen.
Für den „Autofaster“ bedeutet die Beteiligung an der Kampagne, seinen Wagen in der Garage stehen zu lassen und andere Angebote der sanften Mobilität nutzen. Hierzu zählen etwa die öffentlichen Transportmittel, die Fortbewegung auf dem Fahrrad oder per pedes, aber auch der Zusammenschluss von Fahrgemeinschaften. Die Vorteile für die Teilnehmer: Sie leisten nicht nur ihren Beitrag zum Klimaschutz, sondern können gleichzeitig soziale Kontakte pflegen sowie ihre Gesundheit durch die körperliche Bewegung verbessern. Personen, die sich an der Aktion beteiligen möchten, können sich noch bis Mittwoch anmelden via Internet. Bleibt zu erwähnen, dass man von der diesbezüglich angegebenen Internetseite www.autofasten.lu direkt auf das deutsche Pendant weitergeleitet wird.
Bereits 190 Teilnehmer
Bis dato haben sich bereits 190 Personen dafür eingeschrieben. Im vergangenen Jahr beteiligten sich insgesamt 180 Personen am Autofasten. Unter den eingeschriebenen Teilnehmern werden unter anderem 100 Gratismonatskarten für den öffentlichen Transport verlost.
