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Familienerinnerung in Luxemburg: Forscher suchen Zeitzeugen
Lokales 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Familienerinnerung in Luxemburg: Forscher suchen Zeitzeugen

Gesucht werden unter anderem Zeitzeugen, die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben.

Familienerinnerung in Luxemburg: Forscher suchen Zeitzeugen

Gesucht werden unter anderem Zeitzeugen, die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben.
LW-Archiv
Lokales 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Familienerinnerung in Luxemburg: Forscher suchen Zeitzeugen

Im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Familienerinnerung in Luxemburg sucht die Uni Luxemburg Familien, die über bestimmte Erfahrungen berichten können. Interessiert sind die Forscher an Zeitzeugen aus dem zweiten Weltkrieg, der Landwirtschaft oder mit Migrationshintergrund.

(C.) - Wie wird Familienerinnerung von einer Generation an die nächste weitergegeben? Diese Frage untersuchen Wissenschaftler der Universität Luxemburg im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Familienerinnerung in Luxemburg. Für das seit 2007 laufende Projekt fehlen derzeit noch Familien, die über bestimmte Erfahrungen berichten können, zum Beispiel über den Zweiten Weltkrieg: Interessiert sind die Forscher unter anderem an Familien, in denen die Zeitzeugen wegen Kollaboration verdächtigt oder angeklagt waren oder in denen Kontakte zu Angehörigen der Besatzungsmacht bestanden.

Familien, die noch in der Landwirtschaft tätig sind, oder dies mindestens in der Groβelterngeneration noch waren, sind darüber hinaus aufgerufen, über die bäuerliche Welt zu berichten. Auch die Themen Migration – für Familien, in denen mindestens ein Groβelternteil aus Italien nach Luxemburg eingewandert ist - sowie Stahlindustrie – für Familien, in denen mindestens der Groβvater noch in Hüttenwerken (Schmelz) gearbeitet hat, sind von Interesse.

Gesucht werden Familien, die bereit sind, über den Einfluss bestimmter historischer Erfahrungen auf ihr Leben zu berichten – ob Zweiter Weltkrieg, Migration, Entwicklungen der bäuerlichen Welt oder in der Stahlindustrie. Es kommen Familien in Frage, in denen drei Generationen von ihren Erinnerungen erzählen können: Groβeltern, deren Kinder und Enkelkinder.

Wer Interesse an diesem Projekt hat, kann sich melden bei Dr. Elisabeth Boesen, Tel. 4666644-6350, oder per E-Mail an elisabeth.boesen@uni.lu. Wer Familien kennt, die für eines der Themen in Frage kommen, ist herzlich gebeten, diese auf die Studie aufmerksam zu machen. Die Gespräche werden anonym behandelt.