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Fall Tanja Gräff : Zweite Person vom roten Felsen gestürzt
Lokales 30.05.2016 Aus unserem online-Archiv

Fall Tanja Gräff : Zweite Person vom roten Felsen gestürzt

An dieser Stelle wurden vor einem Jahr die sterblichen Überreste von Tanja Gräff gefunden.

Fall Tanja Gräff : Zweite Person vom roten Felsen gestürzt

An dieser Stelle wurden vor einem Jahr die sterblichen Überreste von Tanja Gräff gefunden.
Foto: Pierre Matge
Lokales 30.05.2016 Aus unserem online-Archiv

Fall Tanja Gräff : Zweite Person vom roten Felsen gestürzt

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Tanja Gräff war nicht die Einzige, die in der Nacht zum 7. Juni 2007 vom Felsen stürzte. Laut Ermittler besteht jedoch kein Zusammenhang mit dem Verschwinden der 21-jährigen Studentin.

(ml) - Vor neun Jahren war Tanja Gräff in den frühen Morgenstunden vom sogenannten roten Felsen in Trier-Pallien hinabgestürzt. Die sterblichen Überreste der 21-jährigen Studentin, die den tragischen Sturz nicht überlebt hatte, waren erst vor einem Jahr bei Rodungsarbeiten an einem schwer zugänglichen Steilhang gefunden worden.

Wie jetzt erst bekannt wurde, war Tanja Gräff nicht die die Einzige, die in der Nacht zum 7. Juni 2007 vom roten Felsen stürzte. Dies berichtete der "Trierischer Volksfreund" am Wochenende. Nur einen Kilometer von Tanja Gräffs Absturzort entfernt, ereignete sich  in derselben Nacht ein ähnlicher Vorfall. Ein junger Mann zog sich dabei schwere Verletzungen am Kopf zu. Das Opfer habe "längere Zeit im Koma" gelegen, bestätigte der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen.

Vater informierte die Soko

Die Informationen, die bislang noch nicht veröffentlicht worden waren, seien den Ermittlern seit längerem bekannt, heißt es weiter. Der Vater des jungen Mannes habe damals nur wenige Tage später die Sonderkommission  über den Absturz seines Sohnes in Kenntnis gesetzt. Die Ermittler hätten der Information jedoch keine große Bedeutung beigemessen, da Tanja Gräff drei Stunden nach dem Absturz des jungen Mannes noch ein Handygespräch geführt hatte.

Die Ermittlung hat ergeben, dass der junge Mann kurz vor seinem Sturz dasselbe Sommerfest der Trierer Hochschule besuchte wie Tanja Gräff. Dennoch geht die Polizei nicht davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen besteht. Die genauen Todesumstände von Tanja Gräff bleiben unterdessen ungeklärt. Anzeichen für ein Verbrechen konnten bislang nicht bestätigt werden. Rechtsanwalt Detlef Böhm, der die Interessen von Tanjas Mutter vertritt, geht nicht davon aus, dass die Kernfrage beantwortet wird.

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